Eigentor von Poulsen
Mpenza rettet Schalke ein Remis in Krakau

Emile Mpenza hat dem FC Schalke 04 die Tür zum Achtelfinale des Uefa-Pokals offen gehalten. Mit seinem späten Tor zum 1:1 (0:1) im Drittrunden-Hinspiel bei Wisla Krakau (81.) bügelte der Belgier am Donnerstag ein Kopfball-Eigentor des Dänen Christian Poulsen (39.) aus.

HB/dpa KRAKAU. Vor 9000 Zuschauern im ausverkauften Wisla-Stadion versiebte der DFB-Pokalsieger allerdings ein gutes Dutzend Chancen und vergab gegen den neunmaligen polnischen Meister so eine bessere Ausgangsposition für das Rückspiel am 10. Dezember in der Arena "Auf Schalke".

"Wenn man die Anzahl der ganz klaren Chancen sieht, war das 1:1 mehr als verdient", analysierte Trainer Frank Neubarth kurz nach dem Schlusspfiff der Zitterpartie. "Wir hatten heute alle Möglichkeiten, den Sack schon zuzumachen. Jetzt müssen wir das zu Hause nachholen."

Gegen den offensivstarken Tabellenführer der polnischen Liga, der in 15 Punktspielen 42 Tore erzielt hat, suchten die Schalker ohne fünf verletzte Stammspieler ihr Heil in der Flucht nach vorn. Schon kurz nach dem Anpfiff hätte der Uefa-Cup-Sieger von 1997 in Führung gehen können, doch der von Mpenza frei gespielte Jörg Böhme zielte mit seinem schwächeren rechten Fuß weit am Krakauer Tor vorbei. Schalke kam auch in der Folgezeit zumeist über die rechte Seite zu gefährlichen Aktionen. Eine Eingabe von Gerald Asamoah, der trotz einer Fleischwunde am Schienbein spielte, drückte Ebbe Sand aus der Bedrängnis neben den Pfosten (7.).

Der Kapitän vertrat den wegen einer Fußverletzung zu Hause gebliebenen Andreas Möller in der Rolle des Spielgestalters und war als Ballverteiler und gefragter Vollstrecker in Personalunion der überragende Schalker auf dem Platz. Sand legte für Böhme (11.) und Mpenza (37.) auf, doch beide scheiterten am französischen Torhüter Angelo Hugues.

Krakau blieb in der ersten Halbzeit nichts schuldig und brachte die Schalker Abwehr um den vom Publikum ausgepfiffenen polnischen Ex- Nationalspieler Tomasz Hajto mit direktem Spiel in Verlegenheit. Vor allem Marcin Kuzba war ein permanenter Unruheherd. In der 4. Minute scheiterte er an Frank Rost, in der 27. brachte er Kalu Uche in Position, doch der Nigerianer bugsierte den Ball aus fünf Metern über das Schalker Tor.

Die Führung für die Gastgeber fiel somit nicht wie aus heiterem Himmel, war in ihrer Entstehung jedoch äußerst unglücklich. Einen Freistoß von Miroslaw Szymkowiak verlängerte Poulsen mit dem Hinterkopf zur Überraschung von Rost ins eigene Netz (39.).

Schalke bemühte sich nach Wiederanpfiff fast verzweifelt um ein wichtiges Auswärtstor. Doch Neubarths Offensivkräfte trieben dem Trainer das blanke Entsetzten ins Gesicht. Böhme und Asamoah brachten bei drei Versuchen innerhalb von fünf Sekunden den Ball nicht im Krakauer Tor unter (46.). Sand (53.), Mpenza (56., 76.) und Poulsen (73.) ließen beste Gelegenheiten ebenfalls aus. Erst als der heraus gelaufene Torhüter Hugues mit einer missglückten Kopfball- Abwehr mithalf, gelang Schalke der ersehnte Treffer. Mpenza hatte keine Mühe, den Ball ins leere Tor zu schieben (81.). Trost für Poulsen: Der Pechvogel bereitete den Ausgleich mit einem weiten Pass vor und bügelte seinen Fehler damit aus.

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