Ein Auftrag über 450 Millionen DM ging an Aerospatiale Matra Missiles
Frankreich kauft neue Mittelstrecken-Raketen

Reuters PARIS. Frankreich hat den Weg für die Modernisierung seiner Luftwaffe mit einer neuen atomaren Mittelstrecken-Rakete freigemacht. Das Verteidigungsministerium gab am Freitag in Paris bekannt, es habe mit dem Unternehmen Aerospatiale Matra Missiles einen Vertrag über die Entwicklung und den Bau der Rakete geschlossen. Der Auftragswert belaufe sich auf umgerechnet etwa 450 Mill. DM. Das Unternehmen ist eine Tochter des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS. Mit der ASMP-A-Rakete sollen bis zum Ende des Jahrzehnts französische Kampflugzeuge bestückt werden.

Der neue Typ ist nach Angaben des Vertreidigungsministeriums etwa 20 % günstiger als der bisher von den Kampfflugzeugen geführte Typ ASMP. Die Rakete solle neben den von Atom-U-Booten geführten nuklearen Langstrecken-Raketen die zweite Säule der französischen Atomstreitmacht werden, teilte das Ministerium mit.

Am Donnerstag hatte EADS von der französischen Regierung bereits den Zuschlag für den Bau zweier weiterer Raketentypen erhalten. Dieser Auftrag im Wert von umgerechnet etwa 7,3 Mrd. DM ist der bisher größte für den Konzern seit dessen Gründung Mitte dieses Jahres. EADS ist aus der Fusion der deutschen DASA mit der französischen Aerospatiale Matra und der spanischen Casa hervorgegangen.

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