Ein Barrel kostet 22,30 US-Dollar
Ölpreis wegen Rezessionssorgen auf Jahrestief

Wegen der Furcht vor einer weltweiten Rezession nach den Anschlägen in den USA sind die Ölpreise am Montag erneut stark gefallen. Die Sorge vor einem Einbruch der Ölnachfrage in der weltgrößten Volkswirtschaft USA hat Händlern zufolge die Erwartung steigender Ölpreise wegen möglicher Militäraktionen der USA im Nahen Osten inzwischen in den Hintergrund gedrängt.

Reuters LONDON. Ein Barrel (1 Barrel = 159 Liter) der richtungweisenden Nordsee-Ölsorte Brent zur Lieferung im November verbilligte sich in London um gut drei Dollar auf bis zu 22,30 Dollar. Bereits in der vergangenen Woche hatten die Notierungen nachgegeben. Der Preis erreichte nun den tiefsten Stand seit April 2000 und lag knapp neun Dollar unter dem Neun-Monats-Hoch, auf das der Preis am 11. September kurz nach den Anschlägen gestiegen war.

In den USA fiel der Preis für die Öl-Futures mit 23,31 Dollar je Barrel auf den tiefsten Stand seit knapp zwei Jahren. "Der Ölmarkt gibt uns zu verstehen, dass es überhaupt kein Wirtschaftswachstum gibt", sagte Peter Gignoux von Schroder Smith Barney in London.

Die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) haben unterdessen im September offenbar nur rund die Hälfte der ursprünglich beschlossenen Exportkürzungen von einer Million Barrel täglich in die Tat umgesetzt. Statt der offiziell angestrebten nur 23,2 Millionen Barrel Öl pro Tag hätten die Opec-Ländern 24,5 Millionen Barrel gefördert, sagten Branchenkenner am Montag. Die Opec hatte in diesem Jahr drei Mal die Ölexporte gekürzt, um einen Ölpreisrückgang unter die von dem Kartell angestrebte Preisspanne von 22 bis 28 Dollar zu verhindern. Am Mittwoch treffen die Ölminister der Opec in Wien zusammen, um erneut über die Fördermengen zu beraten.

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