"Ein bisschen peinlich"
Netz-Wächter wurde selbst Opfer von Hacker-Angriff

Die Website alldas.de, die von Hackern geknackte Internet-Sites auflistet, ist selbst Opfer eines Hacker-Angriffs geworden.

Reuters HAMBURG. Wie Stefan Wagner von alldas.de am Donnerstag bestätigte, stand auf der Alldas-Site unmittelbar nach dem Angriff "Alldas got cracked!". Mit "Crack" (Knacken) wird in der Szene das Eindringen in Websites bezeichnet; die "Einbrecher" werden "Cracker" genannt. Alldas.de stehe in E-Mail-Kontakt mit Cracker aus den Niederlanden, der sich ThePike nenne, sagte Wagner weiter. Sein Motiv sei aber noch unklar. "Meistens will ein Cracker seinen Freunden zeigen, was für ein toller Hecht er ist."

Alldas.de listet Internet-Sites auf, deren Erscheinungsbild von Crackern verändert wurde. Solche "defacements" seien Zeichen für Sicherheitslücken, die oft verschwiegen würden, sagte Wagner weiter. Darauf wollten er und seine fünf Mitstreiter hinweisen. Alldas.de sei eine "Hobby-Site" von Sicherheitsexperten.

Das Schlupfloch, das der Cracker im alldas.de-System gefunden habe, sei "undenkbar banal", sagte Wagner weiter. Der Webmaster von alldas.de schrieb auf der Internet-Site, der Angreifer habe nicht tief in das System eindringen können. Aber es sei "schon ein bisschen peinlich", wenn eine Liste veränderter Websites verändert werde.

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