Ein breit gestreutes Portfolio senkt das Risiko
Vorsorge mit Immobilienfonds

Als Alternative zur selbstgenutzten Immobilie bieten Immobilienfonds für den Anleger viele Vorteile. Sie sind eine sichere Kapitalanlage und werden professionell gemanagt.

HANDELSBLATT. Das Thema Altersvorsorge beschäftigt seit Monaten die Gemüter. Durch die derzeitige instabile Lage an den Finanzmärkten wurden viele Anleger verunsichert und die Immobilie als Kaptialanlage geriet wieder in den Fokus des Interesses. Hans Heinrichs, Geschäftsführer bei Sachsenfonds bringt die Vorteile einer innerdeutschen Immobilienanlage auf einen Nenner: "Neben einem hohen Maß an Wertbeständigkeit und dem Inflationsschutz haben die Anleger die Möglichkeit, an einer sicheren Wertentwicklung teilzuhaben - ein solides Management vorausgesetzt."

Nach einer aktuellen Umfrage stellt das Eigenheim für über 80 Prozent der Befragten die ideale Altersvorsorge dar; gut 60 Prozent halten ein Immobilieninvestment zum Zweck der Vermietung als die geeignete Form der Zukunftssicherung. Gerade nach den Kapriolen an den Finanzmärkten mussten viele Anleger schmerzhaft erfahren, dass die allzu verlockenden Renditen anderer Anlageformen meist mit einem hohen Risikos verbunden sind - und sie sich daher nicht für den Aufbau einer Zusatzrente eignen.

Zwar keine Traumrenditen, aber doch höhere Erträge als Eigentumswohnungen bringen Gewerbeimmobilien. Da die Kaufsumme den Etat eines Privatinvestor meist übersteigt, wird die Finanzierung über Fonds abgewickelt: Mehrere Anleger teilen sich das für den Kauf benötigte Kapital. Um den nach optimalen Finanzierungsgrundsätzen festgelegten Darlehensanteil kümmert sich der Fondsinitiator - ebenso um die gesamte Administration. Mietverträge, anfallende Renovierungsarbeiten und Anschlussvermietungen werden von einem professionellen Team geregelt. Der Anleger erhält mindestens einmal im Jahr einen Bericht über die aktuelle Situation des Fonds. Größere Beschlüsse werden in den Gesellschafterversammlungen gefasst, an denen der Anleger selbst teilnehmen oder sich von einem Treuhänder vertreten lassen kann.

Darüber hinaus wird für jeden Anleger das Ergebnis ermittelt und an das jeweilige Finanzamt der Anleger weitergeleitet - Sonderwerbungskosten wie die Zinsen aus einer Anteilsfinanzierung sind bereits berücksichtigt.

Doch eine Fondsinvestition bietet nicht nur wirtschaftliche Vorteile. Auch steuerlich kann sie durchaus interessant sein: Der Steuersatz für berufstätige Anleger ist meist sehr hoch. Durch anfängliche negative steuerliche Ergebnisse kann die Steuerschuld - selbst in Zeiten des Paragrafen 2b EStG - häufig erheblich gemindert werden. Kommt der Anleger ins Rentenalter ist seine Steuerprogression wesentlich niedriger. Wenn der Fonds dann positive steuerliche Ergebnisse bringt, ist die Belastung entsprechend gering.

Für eine adäquate Altersvorsorge ist ein breit gestreutes Portfolio unerlässlich. "Eine auf solide Immobilien abgestellte Mischung aus verschiedenen Nutzungen und Standorten erfüllt die Erwartung des Anlegers auf einen ruhigen, gesicherten Lebensabend. Daher ist eine sorgfältige Auswahl der Fonds und des Initiators die Basis des Anlageerfolges," unterstreicht Rainer Hamanns, Geschäftsführer bei West-Fonds. Einen ersten Eindruck über das Angebot gibt der Fondsprospekt. Anders als auf dem Aktienmarkt existiert im Bereich der Beteiligungsmodelle kein staatliches Kontrollgremium - lediglich die Wirtschaftsprüfer legen als freiwilligen Qualitätsstandard die IDW-Richtlinie S4 fest. "Neben der Prüfung der Wirtschaftlichkeit und der Seriosität des Initiators sollte vor allem auch die Nutzungsart der Immobilie einer sicherheitsorientierten Altersvorsorgeanlage entsprechen", betont Herbert Beinlich, Leiter der Unternehmenskommunikation der IBAG Berlin. Betreiberobjekte wären daher hier sicherlich fehl am Platz.

Auch auf die Fondskonstruktion sollte genau geachtet werden. Zum Beispiel sind Konzepte vorteilhaft, die längere Zeit auf eine Ausschüttung verzichten und die erwirtschafteten Beträge in die Tilgung fließen lassen. Das spätere Risiko wird durch den stark reduzierten oder vielleicht vollkommen beseitigten Fremdkapitalblock deutlich kleiner. Auf diese Weise fällt die spätere Ausschüttung höher aus, da auch der Mietertrag des anfänglich über Fremdkapital finanzierten Fondsteils an die Anleger ausgeschüttet werden kann.



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