Ein Dollar kostet 2,17 DM
Euro stabilisiert sich über Marke von 90 US-Cents

Reuters FRANKFURT. Der Euro hat sich am Montagmittag in technisch bedingtem Handel etwas schwächer gezeigt, konnte sich Händlern zufolge jedoch gut über der Marke von 90 US-Cents halten. Gegen 14.15 Uhr notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei Kursen um 0,9003/08 $. Im europäischen Frühhandel hatten Spekulationen über eine Verringerung der Zinsspanne zwischen den USA und Europa den Euro mit einem Kurs von 0,9038 $ auf sein höchstes Niveau seit einer Woche klettern lassen. Angesichts des Feiertages Labor Day in den USA erwarten Händler im Tagesverlauf nur geringe Kursveränderungen. Stützende Impulse könnten am Mittwoch von den anstehenden deutschen Arbeitsmarktdaten ausgehen.

Im Referenzkursverfahren öffentlicher Banken wurde der Euro am Montag mit 0,9003 $ nach 0,8895 $ am Freitag ermittelt. Ein Dollar kostete damit 2,1724 DM nach 2,1988 DM am Vortag. Zur japanischen Währung lag der Referenzkurs bei 95,28 Yen nach 94,77 Yen am Vortag.

Angesichts des robusten Wachstums in der Euro-Zone und Zeichen für eine Abschwächung der US-Wirtschaft gebe es Spekulationen, die Zinsdifferenz der USA zu Europa könnte sich künftig verringern und somit Dollar-Anlagen weniger attraktiv werden, sagten Händler. Jüngste amerikanische Wirtschaftsdaten sprächen für eine deutlichere Konjunkturabkühlung als bisher angenommen. So ist die Zahl der neu geschaffenen Stellen im Juli entgegen der Erwartungen gesunken und die Arbeitslosenquote im August um 0,1 %punkte auf 4,1 % gestiegen. Unterdessen fiel der US-Einkaufsmanagerindex zum ersten Mal seit 19 Monaten unter die 50-Punkte-Marke und signalisierte damit eine Verschlechterung der Lage im Verarbeitenden Gewerbe.

Japanischer Finanzminister: Euro ist unterbewertet

Dem Euro ebenfalls geholfen hatten Händlern zufolge am Montagmorgen Äußerungen des stellvertretenden japanischen Finanzministers Haruhiko Kuroda, der die Gemeinschaftswährung als unterbewertet bezeichnete. Zudem hätten die besseren Konjunkturaussichten Japans den Dollar zum Yen unter Druck gebracht und damit den Euro zum Dollar gestützt.

Wenig Einfluss auf die Devisenmärkte hatte unterdessen ein Kommentar von Bundeskanzler Gerhard Schröder, er sei nicht besorgt über die derzeitige Euro-Schwäche. Schröder sagte, der durch den schwachen Euro bedingte kräftige Auslandsumsatz in Ostdeutschland sei mehr Grund zur Freude als zur Sorge.

Für den weiteren Tagesverlauf erwarten Händler angesichts des Feiertages in den USA und den damit verbundenen niedrigen Umsätzen keine größeren Kursschwankungen mehr. "Der Markt ist heute von sehr geringem Interesse geprägt", sagte ein Händler.

In Deutschland wird das Arbeitsministerium die Arbeitsmarktdaten für August am Mittwoch gegen 10.00 Uhr bekannt geben. Von Reuters befragte Volkswirte erwarten, dass die Zahl der Arbeitslosen um 21 000 zurückgegangen und die Arbeitslosenquote mit 9,3 % unverändert geblieben ist.

Gold tendierte am Montag unverändert. Beim Fixing in London notierte die Feinunze des Edelmetalls mit 277,00 $.

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