Ein einziger Bieter für den angeschlagenen Autobauer
Nur General Motors ist noch an Daewoo interessiert

Nach dem Ausstieg von Hyundai Motor ist im zweiten Bieterverfahren um den angeschlagenen südkoreanischen Autobauer nur GM als einziger Bieter übrig geblieben.

afp SEOUL. Hyundai Motor als größter Autobauer Südkoreas will den angeschlagenen Konkurrenten Daewoo Motor nicht übernehmen. Der Hyundai-Großaktionär Daimler-Chrysler habe kein Interesse an dem südkoreanischen Fahrzeughersteller, erklärte Hyundai-Motor-Chef Chung Mong-Koo in Seoul am Freitag nach einem Treffen mit dem Daimler-Chrysler-Vorstandsvorsitzenden, Jürgen Schrempp. Damit werde sich auch Hyundai nicht an dem Bieterverfahren für Daewoo Motors beteiligen.

Die Gläubiger des bankrotten südkoreanischen Autokonzerns hatten nach dem überraschenden Rückzug ihres US-Verhandlungspartners Ford Mitte September ein neues Bieterverfahren gestartet. Mit dem Ausstieg von Hyundai gilt nur noch der US-Autobauer General Motors als möglicher Käufer für Daewoo Motor.

Daimler-Chrysler hatte in der ersten Runde gemeinsam mit Hyundai für Daewoo geboten. Nach dem Ausstieg von Ford schloss der deutsch-amerikanische Konzern ein neuerliches Mitbieten um den südkoreanischen Autobauer jedoch aus. Die Finanzlage des Konzerns sei unverändert schlecht; bereits das damalige Ford-Gebot sei als überteuert erachtet worden, hieß es damals. Das für den Verkauf zuständigte Wiederaufbaukomitee stellte daraufhin klar, ein Gebot des Daimler-Chrysler-Partners Hyundai im Alleingang werde nicht akzeptiert.

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