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Ein Ende im Minus

Gegen Börsenschluss überwog die Furcht der Anleger vor Gewinnwarnungen. Hatten die Indizes sich noch positiv durch den Tag gehangelt, fiel am Nachmittag sowohl der Dow bei 10628 Punkten als auch der Nasdaq Index bei 3656 Punkten ins Minus. Besonders leiden mussten der Computer-Software Bereich und der Sektor der Kommunikationsausstatter.

Internetaktien bekamen am Mittwoch richtig eins aufs Dach. Grund: Der Internet-Auktionator Priceline veröffentlichte eine Gewinnwarnung. Das Unternehmen gab bekannt, die Umsätze würden auf Grund geringerer Einnahmen aus dem Verkauf von Flug-Tickets die Erwartungen verfehlen. Fluggesellschaften bieten zunehmend die eigenen Flugtickets im Internet an. Der Umsatz aus der Flugticket-Sparte werde rund 20 bis 25 Millionen unter den Ergebnissen aus dem zweiten Quartal liegen. Im Tagesverlauf schlitterte der Priceline-Wert über 40 Prozent in die Tiefe. Analystenhaus Credit Suisse Boston hält dennoch an Priceline. Sie empfehlen den Wert zum Kauf, senken aber ihre Gewinnschätzungen.



Die Hiobsbotschaft zogen außerdem andere Dotcoms in die Tiefe: Yahoo verlor 12 Prozent, Amazon notiert zum Handelsschluss rund sieben Prozent im Minus, Ebay neun Prozent. Ebay stand am Dienstag noch auf Goldman Sachs' Empfehlungsliste.



Einige Investoren rochen auch bei anderen Firmen Gewinnwarnungs-Lunte. Motorolas Kurs wird von Vermutungen über eine kommende Umsatzwarnung ins Minus geschickt. Bislang hat der Handyhersteller jedoch seine Gewinnschätzungen noch nicht revidiert.



Eastman Kodak, die am Dienstag eine Gewinnwarnung veröffentlichten zog am Mittwoch erneuert den Dow nach unten.



Das Zugpferd an der Nasdaq war der Technologie-Konzern 3Com. Das Mutterhaus von Palm meldete am Dienstag einen deutlich geringeren Verlust als am Markt erwartet: Im ersten Quartal des Geschäftsjahres verlor der Computer- und Netzwerkhersteller anstatt der von Analysten berechneten 33 Cents pro Aktie nur 18 Cents. 3Com legt rund 23 Prozent zu.



Gut ging es am Mittwoch den Ölkonzernen. Exxon legte drei Prozent zu. Die Öl-Aktien blicken in eine gesicherte Zukunft, denn insgesamt liegen die Ölpreise auf hohem Niveau und es ist noch nicht abzusehen, wann sich die Lage entspannen wird.



Unter den Tagesverlieren findet sich auch Boeing. Der Flugszeughersteller hat von der EU-Kommission die Zulassung erhalten, den Satellitenhersteller HughesSatellite zu kaufen. Die Übernahme soll zu einem Preis von 3,75 Milliarden Dollar erfolgen. Boeing entwickelt sich damit zum größten Satellitenhersteller der Welt.

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