Ein Feuerwerk – aber nicht an der Börse
Wall Street: Wochen-Ausblick

Die US-Börsen haben eine bewegte Woche hinter sich - und nichts Aufregendes vor sich. Vielleicht ist es da ganz gut, wenn die Märkte am 4. Juli wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen bleiben. Bis Mittwoch stehen jedoch weitere Konjunkturdaten an.

wsc NEW YORK. Die Finanzskandale bei WorldCom und Xerox haben das Vertrauen in den Markt nachhaltig erschüttert, und in Zahlen lässt sich das ganz einfach ablesen anhand einer kleinen Quartalsbilanz, die zum Wochenschluss ohnehin fällig wurde. Danach hat der Dow in den vergangenen drei Monaten 11 % verloren, die Nasdaq ist um 21 % gefallen.

Warnungen von Finanzgurus wie Warren Buffett oder zuletzt George Soros haben Investoren ebenso entmutigt wie zuletzt enttäuschende Verbraucherdaten. Dennoch warten Anleger, Analysten und überhaupt alle Amerikaner in der kommenden Woche auf ein Feuerwerk. Das wird leider nicht zwingend an der Börse stattfinden, sondern über East River und Hudson River, in den Arenen und auf Promenaden von New York bis Los Angeles. Am Donnerstag ist 4. Juli, Independence Day, Nationalfeiertag.

Ansonsten ist nicht viel los, vor allem an der Wall Street kündigen sich keine großen Ereignisse an. Am Donnerstag (4. Juli) ist die Börse geschlossen, am Freitag öffnet sie nur für einen verkürzten Handelstag von dreieinhalb Stunden. So ist die nächste Woche praktisch am Mittwoch gelaufen, bis dahin stehen einige Meldungen aus dem konjunkturellen Umfeld an (ISM Einkaufsmanagerindex, Bau-Ausgaben, Autoverkäufe). Am Freitag wird die Arbeitslosenquote nachgelegt, Experten rechnen damit, dass sie um ein Zehntelprozent steigt, aber weiter unter 6 % notiert.

Von Unternehmensseite stehen keine nennenswerten Meldungen an. Research in Motion, der Hersteller von elektronischen Notizbüchern und Palm-Konkurrent, legt Quartalszahlen vor, sonst bleibt es ruhig. Es sei denn, weitere Unternehmen überraschen mit ad hoc-Meldungen wie Umsatzwarnungen oder Bilanzschmierereien, die in jüngster Zeit den Handel im Griff hatten.

© Wall Street Correspondents, Inc.

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