Ein-Liter-Auto
Volkswagen hat den Kabinenroller neu erfunden

Ferdinand Piech und Bernd Pischetsrieder fuhren gemeinsam im neuen Ein-Liter-Auto von Wolfsburg nach Hamburg, wo am Dienstag die Hauptversammlung stattfindet. Das Gefährt ähnelt stark dem legendären Messerschmitt Kabinenroller aus den 50er Jahren: Die Passagiere sitzen hintereinander, und als Tür dient eine flugzeugähnliche Haube.

hon/vwd HAMBURG. Damit macht Piech sein Versprechen war, noch in seiner Amtszeit das Ein-Liter-Auto zu bauen - das derzeit weltweit sparsamste Fahrzeug mit konventionellem Antrieb.

Als "außerordentlich bequem" beschrieb Pischetsrieder das Sitzgefühl in dem 3,65 Meter langen, 1,25 Meter breiten und knapp über einem Meter hohen Pkw. Das Aussteigen schien Piech allerdings verständlicherweise nicht den gewohnten Komfort zu bieten.

Dass der Verbrauch bei 0,99 Litern auf 100 Kilomteren liegt, erreichte VW durch enorme Gewichtseinsparungen. So besteht die Karosserie des 290 Kilogramm leichten Fahrzeugs vollständig aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff. Die straßenzugelassene Studie wurde nach Unternehmensangaben in nur drei Jahren entwickelt.

Angetrieben wird das Vehikel mittels eines Einzylinder-Dieselmotors. Der Preis für die Studie, den VW nicht nennt, bewegt sich auf Grund der verwendeten hochwertigen Materialien derzeit jenseits aller für eine Serienproduktion liegenden Möglichkeiten. Daher ist es auch noch unklar, wann und ob dieses Fahrzeug überhaupt jemals in Serie gehen wird.

Für eine Serienproduktion spricht allerdings, dass VW bereits in diesem frühen Stadium die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigt. So ist anscheinend bereits jetzt angedacht, das Fahrzeug nicht allein als 1-Liter-Auto dastehen, sondern eine komplett neue Modellfamilie entstehen zu lassen - vom Sparmobil über einen alltagstauglichen Kleinstwagen bis hin zum Sportflitzer.

Pischetsrieder beschrieb es so: Mit einem Verbrauch von zwei Litern erreiche der Wagen die Fahrleistungen eines Golf GTI und mit einem Verbrauch von drei Litern die eines Porsche Boxster. Nur werde das VW-Modell dann günstiger als der Konkurrent aus Zuffenhausen sein.

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