"Ein regionales Thema“: Bush will im Nordkorea-Streit nicht alleine stehen

"Ein regionales Thema“
Bush will im Nordkorea-Streit nicht alleine stehen

US-Präsident George W. Bush hat sich am Donnerstag für eine multilaterale Lösung im Streit um das Atomprogramm Nordkoreas ausgesprochen.

Reuters WASHINGTON/PJÖNGJANG. "Dies ist ein regionales Thema", sagte Bush in Washington. Mit Blick auf Japan, Südkorea, Russland und China sagte er, es gebe viele Länder, die einen direkten Anteil daran hätten, ob Nordkorea Atomwaffen besitze oder nicht. Nordkorea erklärte am Freitag, der seit vier Monaten andauernde Streit könne beendet werden, wenn die USA zu Gesprächen bereit seien. In einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA hieß es, das Land werde weiterhin nicht abrüsten, wenn es keine Verhandlungen mit den USA gebe. Die USA werfen Nordkorea vor, in den Besitz von Massenvernichtungswaffen kommen zu wollen.

Bush sagte, der beste Weg, mit der kommunistischen Regierung in Pjöngjang umzugehen, sei es, die betroffenen "Parteien zu überzeugen, ihre Verantwortung wahrzunehmen und (den nordkoreanischen Staatschef) Kim Jong Il zu überzeugen, dass die Entwicklung eines Atomwaffenarsenals nicht in ihrem Interesse ist." Sollte Kim Hilfe wünschen, um das Leid des nordkoreanischen Volkes zu lindern, dann sei der beste Weg, diese Hilfe zu erhalten, mit dem Atomprogramm nicht fortzufahren. Bush sagte weiter, er sei optimistisch, dass es eine diplomatische Lösung geben könne.

KCNA meldete, was die von den USA so häufig angesprochene Atomfrage angehe, so könne diese sicherlich gelöst werden, wenn die USA den Willen hätten, sie durch Dialog und Verhandlungen mit Nordkorea zu lösen. Nordkorea hat die USA wiederholt zu direkten Gesprächen aufgefordert. Die USA haben dies jedoch vermieden und stattdessen auf die Vermittlung von Nachbarstaaten Nordkoreas gesetzt. Auch China und Südkorea haben sich für direkte Gespräche zwischen den beiden Streitparteien ausgesprochen.

Im Oktober hatten die USA mitgeteilt, Nordkorea habe eingeräumt, sein Atomprogramm fortgesetzt und damit gegen ein Abkommen mit den USA aus dem Jahr 1994 verstoßen zu haben. Der Streit zwischen beiden Staaten hatte sich am Wochenende verschärft, als vier nordkoreanische MiG-Kampfflugzeuge nach US-Angaben ein US-Aufklärungsflugzeug im internationalen Luftraum vor der nordkoreanischen Küste abfingen.

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