"Ein segeltechnisch interessantes Revier"
Valencia richtet America's Cup aus

Das spanische Valencia hat sich im Kampf um die America's-Cup-Millionen gegen die Mitkonkurrenten Lissabon, Marseille und Neapel durchgesetzt. Damit wird die Schweizer Segelyacht Alinghi mit dem deutschen Olympiasieger Jochen Schümann an Bord im Jahr 2007 die im Februar vor Neuseeland gewonnene Silberkanne vor der spanischen Hafenstadt verteidigen.

HB GENF. "Valencia erfüllt die Kriterien am besten", erläuterte America's- Cup-Manager Michel Bonnefous am Mittwoch in Genf die Entscheidung der Schweizer Titelverteidiger. "Das ist ein segeltechnisch interessantes Revier", sagte Sportdirektor Schümann und kündigte an: "Nun werden wir die Gegend genau erforschen." Schließlich wollen die Schweizer in Spanien den Heimvorteil nutzen.

Dank des Siegeszuges der Alinghi vor Auckland wird vor der spanischen Mittelmeerküste erstmals seit 1851 in Europa um den America's Cup gesegelt. Damals gewann der Schoner America das erste Duell um die von Queen Victoria gestiftete Silberkanne vor Cowes und entführte die Trophäe nach Übersee. Ausgerechnet die Segler aus der Alpenrepublik Schweiz holten im Februar als erstes europäisches Team den Cup und erstritten sich damit das Recht, den Austragungsort für die 32. Auflage des Spektakels festzulegen.

Mit Unterstützung von König Juan Carlos, der Mitglied im Segelclub "Real Club Nautico de Valencia" ist, präsentierten die Spanier eine starke Bewerbung. Die Rennen versprechen sehr zuschauerfreundlich zu werden. Da die Yachten schon wenige hundert Meter von der Küste entfernt die nötige Tiefe vorfinden, können selbst die Touristen an den Badestränden das Geschehen verfolgen.

Valencia wird sich den Cup etwas kosten lassen. In der Stadt selbst wird kräftig investiert und gebaut. An das America's-Cup- Management um den Schweizer Milliardär und Alinghi-Eigner Ernesto Bertarelli müssen rund 50 Millionen Euro als Beitrag für die Organisationskosten überwiesen werden müssen. Eine Investition, die sich auszahlen wird. Spaniens Wirtschaftsminister rechnet mit 10 000 neuen Arbeitsplätzen und damit, dass 1,5 Milliarden Euro ins Land gespült werden.

Dank des Erfolges ist es auch für die Alinghi leichter geworden: Ein Großteil des Budgets von rund 100 Millionen Euro hat das Team schon zusammen. Eine deutsche America's-Cup- Kampagne ist nicht in Sicht.

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