Ein Spaziergang zu den Restaurants der Hauptstadt
Schlemmen in den Budaer Bergen

Die ungarische Hauptstadt ist berühmt für ihre Vielzahl sehr guter Restaurants. Und natürlich logieren die meisten von ihnen im Stadtzentrum, weil dort auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und touristischen Attraktionen zu finden sind.

BUDAPEST. So ist es für einflussreiche in- und ausländische Geschäftsleute geradezu ein Muss, ihre Gäste und Partner hin und wieder in das ehrwürdige "Gundel" (Allatkerti ut 2) in der Nähe des Heldenplatzes einzuladen. Auch "Vadrozsa" (Pentelei Molnar u. 15) auf dem Rosenhügel nicht weit von der Margarethenbrücke zählt zu den wichtigsten Adressen. Hinzu kommen die vielen guten Restaurants in den Seitenstraßen der Flaniermeile Andrássy ut, am Liszt Ferenc ter und am Pester Donauufer gegenüber dem Gellert-Berg - italienische, griechische, kroatisch-serbische und fernöstliche Spezialitäten mit eingeschlossen.

Doch wer kulinarischen Genuss auch mit einem Spaziergang inmitten einer reizvollen Landschaft oder zumindest mit einem Blick auf die Naturschönheiten von Budapest verbinden will, sollte sich auf die Randbezirke im Westen der Stadt konzentrieren. So liegt inmitten der Budaer Berge das Erholungszentrum "Normafa", zu dem auch ein Hotel samt Restaurant gleichen Namens (Eötvös ut 52-54) gehört. Die Küche ist gut, und das Hotel hat in den Sommermonaten sogar ein Freibad zu bieten, in dem auch Nicht-Hotelgäste willkommen sind. Wer auch in den schon kühleren Herbstmonaten noch draußen unter den Kastanienbäumen speisen will, dem reichen Keller eine der bereitgehaltenen Wolldecken. Normafa ist beliebt bei Skifahrern im Winter und bei Joggern das ganze Jahr über. 50 Schritte vom Restaurant entfernt bietet sich bei klarem Wetter ein wunderbarer Blick auf die Stadt bis hin zum Parlament am Donauufer.

Ohnehin erinnert der Westen von Budapest an deutsche Mittelgebirge. Nicht sehr weit von Normafa liegt der Janos-Hügel, der als höchste Erhebung immerhin 540 Meter erreicht. In den Wintermonaten, wenn reichlich Schnee gefallen ist, sind die engen und kurvenreichen Straßen besonders im zwölften Stadtbezirk ein guter Test für die Qualitäten der Autofahrer. So erklärt sich wohl auch die große Vorliebe einkommenskräftiger ungarischen Familien für protzige geländegängige Autos. Ihr Fahrstil ist dann auch entsprechend egoistisch. So nach dem Motto: Mir kann keiner, ich fahre so, wie es mir passt. Verkehrsteilnehmer mit normalen PKW müssen weichen oder sich auf einen absurden Kampf einlassen.

Weit hinten im Stadtbezirk IIa liegt das Restaurant "Nancsi Neni" (Ördö-garok u. 80), das bei Ungarn wie Ausländern gleichermaßen beliebt ist. An den Abenden in den Sommermonaten ist es fast aussichtslos, einen der Tische im Biergarten des Restaurants ohne Anmeldung zu ergattern. Die Geschäftsführung weiß, dass viele ihrer Gäste das komplizierte Ungarisch nicht beherrschen, und hat deshalb Speisenkarten auch in anderen Sprachen drucken lassen. Auch die meisten Kellner verstehen Deutsch und Englisch. Die Küche ist so, wie es die Übersetzung von Nancsi Neni ausdrückt: Tante Nancsi. Der Stadtbezirk IIa gehört zu den beliebtesten Wohngebieten auch unter Ausländern.

Auch im Falle des "Remiz" (Budakezi ut 5) ist es ratsam, frühzeitig einen Tisch zu bestellen. Schon ein Blick auf die zugeparkten Bürgersteige und sonstigen Flächen am Abend rund um das Restaurant zeigt, dass Remiz auf großes Interesse stößt. Von hier am Fuß der Budaer Berge ist es nicht mehr weit zu einem Sessellift, der fast auf den Janos-Hügel hinaufführt. Wer deftige ungarische Küche probieren möchte und lautstarke Zigeunermusik aushält, sollte ins "Bajai Halazcsarda" (Eötvös ut. 3) gehen. Das Restaurant liegt neben einem der originellen Bahnhöfe der Budapester Zahnradbahn.

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