"Ein Spieler mit großartiger Zukunft"
Hamburger SV befördert Rahn

Nach sechs Bundesliga-Einsätzen und einer verkorksten Saison hatte der ehemalige St. Paulianer im Mai schon mit dem HSV abgeschlossen. Der Wechsel zum SC Freiburg schien klar.

HB/dpa Hamburg. Erst ein Gespräch mit Coach Kurt Jara im Trainingslager auf Amrum änderte die Perspektiven des talentierten Freistoßspezialisten an der Elbe. "Das war wichtig für mich. Jetzt bin ich froh, dass alles so gekommen ist", erzählt "Rahner", wie er in seiner Heimatstadt Hamburg genannt wird.

"Ich hatte keine Chance, und die habe ich genutzt", gibt er zu, dass er sich selbst überrascht hat. Der Tor-Vorbereiter, der das Fußballspielen bei Altona 93 gelernt hat, braucht vor allem Vertrauen in seine Fähigkeiten. Nach den Ferien präsentierte sich der 24- Jährige topfit und mit den besten Laktatwerten. Als dann Bernd Hollerbach auf der linken Seite wegen seiner Achillessehnenprobleme passen musste, ergriff Rahn seine Chance in den Vorbereitungsspielen.

Da kam der Liga-Pokal gegen die Top-Mannschaften Hertha BSC und FC Bayern München gerade recht: Mit Musterflanken bediente er seine Kollegen und stellte zudem seine Torgefährlichkeit unter Beweis. "So gut habe ich Christian noch nicht gesehen", betont Jara, der Rahn nun für den Bundesliga-Auftakt am Samstag gegen Hannover 96 fest für die Viererkette einplant. Denn Hollerbach ist noch verletzt und Stephan Kling weiterhin zweite Wahl. "Ich muss jetzt an die Leistungen anknüpfen und richtig Gas geben", erkennt Rahn.

Die freche und aggressive Spielweise des früheren U21-Spielers hat auch mit der Verpflichtung Stefan Beinlichs zu tun. "Sein Spiel tut mir sehr gut. Wenn ich nach vorn gehe, hält er mir den Rücken frei", so Rahn, dessen Qualitäten auch Nationaltrainer Rudi Völler zu schätzen weiß. Im Mai 2002 feierte der Linksfuß sein Debüt in der Nationalelf, in der er bisher zu zwei Einsätzen kam. "Rahn ist ein großartiger Spieler für die Zukunft", befand DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder danach. Experten sagen dem blonden Hünen im Hinblick auf die WM 2006 in Deutschland eine glänzende Karriere voraus. Doch dafür muss er sich zuerst im zweiten Anlauf bei "Bundesliga- Dino" HSV durchsetzen. "Christian hat gezeigt, dass man mit Einsatz und Entschlossenheit Berge versetzen kann", sagt Sportchef Dietmar Beiersdorfer. Sein Rezept: "Ruhig bleiben und hart weiterarbeiten."

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