Ein strategischer Partner muss her
Gerling-Aktionäre wollen verkaufen

Die beiden Allein-Aktionäre des Versicherungskonzerns Gerling bestätigten am Freitag, die Mehrheit an der Kölner Gruppe verkaufen zu wollen.

dpa KÖLN. Die Gerling-Konzern Versicherungs-Beteiligungs-AG (GKB), nach eigenen Angaben viertgrößter deutscher Erst- und Rückversicherer, erklärte am Freitag in Köln, damit solle die Marktposition des Konzerns gefestigt und langfristig gesichert werden. Bisher hält Rolf Gerling 65,5 Prozent der Anteile, die Deutsche Bank 34,5 Prozent.

"Rolf Gerling und die Deutsche Bank sind bereit, dem neuen strategischen Partner - zusammen mit dem Anteil der Deutschen Bank - an der Holding des Konzerns, der GKB, die Mehrheit zu verschaffen", teilte der Versicherer mit.

Vorstandschef Heinrich Focke, der sein Amt zu Jahresbeginn angetreten hatte, werde die Gruppe strategisch neu ausrichten und die Ertragskraft deutlich erhöhen, hieß es. Erst kürzlich sei das Kapital um insgesamt 708 Millionen Euro erhöht worden, um die Ertragskraft der Gruppe zu steigern.

Der Konzern ist der zweitgrößte Kreditversicherer der Welt und die weltweite Nummer sechs bei den Rückversicherern. Im vergangenen Jahr hatte die Gruppe ein Prämienvolumen von 10,4 Milliarden Euro (2000: 9,5 Mrd Euro) erzielt. Über das Ergebnis in 2001 wurden keine Angaben gemacht. 2000 war ein Konzernüberschuss von 184,5 Millionen Euro erzielt worden. Der Versicherer beschäftigt rund 13 000 Mitarbeiter in 43 Ländern, davon rund 9 500 in Deutschland.

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