Ein Toter bei Sprengstoff-Anschlag
Dubiose Anschlag-Serie in Russland

Bei einer seit Wochen andauernden Serie von dubiosen Sprengstoff-Anschlägen in Russland ist am Mittwoch erstmals ein Mensch getötet worden. Bei dem Versuch, ein Schmäh-Plakat vor seinem Haus zu entfernen, starb ein 50-jähriger Mann.

HB MOSKAU. Bei einer seit Wochen andauernden Serie von dubiosen Sprengstoff-Anschlägen in Russland ist am Mittwoch erstmals ein Mensch getötet worden. Der 50-jährige Mann aus der Nähe von Kaliningrad (ehemals Königsberg) starb bei dem Versuch, ein Schmäh-Plakat vor seinem Haus zu entfernen, als ein daran befestigter Sprengsatz detonierte.

In mehreren Städten Russlands hatten unbekannte Täter in den vergangenen Wochen antisemitische Plakate mit selbst gebauten Bomben versehen. Erst am Montag detonierte in der sibirischen Stadt Tomsk eine Handgranate neben einem Plakat und verletzte zwei Menschen, als diese es entfernen wollten. Auch in der Hauptstadt Moskau und dem mehr als 6500 Kilometer entfernten Wladiwostok im Fernen Osten waren antisemitische Plakate mit Sprengfallen entdeckt worden. In Moskau zog sich eine Frau Splitterverletzungen zu, als sie versuchte, das Plakat am Rand einer viel befahrenen Straße zu entfernen.

Die russische Polizei rätselt bislang über die Hintermänner und Hintergründe der Sprengstoff-Anschläge, vermutet werden aber antisemitische Motive. Bekennerschreiben wurden bislang nicht gefunden.

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