Ein Toter im Gazastreifen
Nahost-Unruhen flammen erneut auf

dpa GAZA/RAMALLAH. Nur wenige Stunden nach der Unterzeichnung einer Waffenruhe zwischen Israel und den Palästinensern sind am Dienstag die Unruhen in den autonomen Palästinenser-Gebieten wieder aufgeflammt. Vor der jüdischen Siedlung Nezarim im Gazastreifen erschossen israelische Soldaten am Nachmittag einen militanten Palästinenser. Fünf Demonstranten wurden bei den Zusammenstößen verletzt.

Neue Unruhen wurden auch aus mehreren Städten des Westjordanlands gemeldet. In Ramallah wurden nach der Beerdigung eines am Montag getöteten Palästinensers neue schwere Zusammenstöße befürchtet.

Beide Seiten hatten erst in der Nacht ein Abkommen geschlossen, wonach sich Israel aus den Zentren der Gewalt zurückziehen wollte. Im Gegenzug sollten die Palästinenser die Ruhe wieder herstellen. In den ersten Stunden blieb es auch weitgehend ruhig. Am Nachmittag nahmen die Ausschreitungen aber wieder zu. Israelische Generale warnten den ganzen Tag über, trotz des Abkommens sei "das Schlimmste noch nicht überstanden". Seit vergangenen Freitag sind bei den Unruhen mindestens 49 Menschen getötet und mehr als 1 400 verletzt worden.

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