Ein Verletzter
Neue Unruhen in Belfast von Polizist beendet

In der nordirischen Hauptstadt Belfast hat die Polizei nach eigenen Angaben Auseinandersetzungen zwischen pro-britischen und pro-irischen Demonstranten schnell beendet. Die Polizei teilte am frühen Dienstagmorgen mit, es habe einen Verletzten gegeben, als etwa 400 Menschen sich gegenseitig mit Steinen und Flaschen beworfen hätten.

Reuters BELFAST. Zu den nächtlichen Unruhen war es im Norden der Stadt gekommen, wo Protestanten und Katholiken dicht beieinander wohnen. Bei schweren Krawallen in der vergangenen Woche waren Dutzende Polizisten verletzt worden. Großbritannien hatte daraufhin seine Truppen in der britischen Provinz Nordirland verstärkt.

Die Unruhen ereignen sich zu einer Zeit, zu der dem Friedensprozess in Nordirland bald wieder eine heftige Krise bevorstehen könnte. Der Chef der größten pro-britischen Partei Nordirlands (UUP), David Trimble, hat seinen Rücktritt vom Amt des Ersten Ministers der nordirischen Regionalregierung zum 1. Juli angekündigt, sollte es keine Einigung über die Entwaffnung der pro-irischen Untergrundarmee IRA geben. Deren Entwaffnung ist Teil des Abkommens vom April 1998 und zugleich eines der Haupthindernisse auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden in Nordirland.

Am Montag war aus britischen Regierungskreisen verlautet, Großbritanniens Premierminister Tony Blair und der irische Regierungschef Bertie Ahern sollten binnen 24 Stunden über die Lage in Nordirland beraten.

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