Ein Viertel der Bezüge von der Leistung abhängig
Neue Leistungsbezahlung für Professoren

Einigkeit herrscht bei der SPD über die geplante Dienstrechts-Reform an deutschen Hochschulen. Professoren können künftig Angestellte statt Beamte sein, an die Stelle der Habilitation soll die so genannte Junior-Professur treten.

dpa BERLIN. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn hat sich mit Innenminister Otto Schily (beide SPD) über die geplante Dienstrechts-Reform an den deutschen Hochschulen verständigt. Danach sollen Professoren künftig rund ein Viertel ihrer Bezüge nach Leistungskriterien für gute Lehre und Forschung oder für ihr Engagement als Dekan oder Rektor erhalten. Den Ländern steht es frei, Professoren künftig auch als Angestellte und nicht nur als Beamte einzustellen.

Wie Bulmahn und Innenstaatssekretärin Brigitte Zypries am Donnerstag vor der Presse in Berlin mitteilten, soll auch der Weg in den Professorenberuf völlig neu gestaltet werden. Dabei möchte man die bisherige, als zu zeitaufwendig angesehene Habilitation abschaffen und stattdessen Stellen für so genannte Junior-Professuren einrichten. Dabei sollen die Nachwuchswissenschaftler möglichst frühzeitig eigenständig forschen und lehren.

Bulmahn will jetzt ihr Konzept mit den Ländern abstimmen. Dazu soll eine Arbeitsgruppe mit den Wissenschaftsministern der Länder Bayern, Hessen, Sachsen sowie Bremen, Hamburg und Rheinland-Pfalz eingesetzt werden. Auch das Innen- und der Justizressort der Bundesregierung werden neben dem Bildungsministerium der Arbeitsgruppe angehören.

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