Einbeziehung großer internationaler Werte
Stuttgarter Börse erweitert Marktmodell für Privatanleger

Reuters STUTTGART. Die Stuttgarter Börse will ihr Angebot für Privatanleger durch die Einbeziehung großer internationaler Werte in das so genannte Best-Price-Prinzip ausweiten. Ab sofort könnten Anleger die im Euro-Stoxx-Index gewichten Aktien der 50 größten Firmen im Euro-Raum für den jeweils günstigsten Preis an der boerse-stuttgart AG erhalten, kündigte Börsenpräsident Rolf Limbach am Dienstag an. Somit könne der Aktionär denselben Preis erzielen, den er auch auf dem jeweiligen Heimatmarkt des europäischen Titels bekommen würde. Ermöglicht werde dies durch das seit einigen Monaten für Standardwerte eingesetzte "Intelligent Quote System".

Durch das neue Marktmodell und die Ausweitung des Best-Price-Systems auf die Euro-Stoxx-Werte werde die Börse dem Wunsch der Kleinanleger nach mehr Dienstleistungen gerecht, sagte Limbach. Geplant sei, das Modell nach einem halben oder ganzen Jahr auch auf weitere internationale Aktientitel auszudehnen. Denkbar seien zum Beispiel die Dow Jones30-Werte der New Yorker Börse. Allerdings müssten zunächst Erfahrungen mit den jetzigen Werten gesammelt werden.

Das neue Marktmodell "Intelligent Quote System" der Regionalbörse werde bereits seit einigen Monaten für die Titel des Amtlichen Handels und des Neuen Marktes verwendet und solle in den nächsten Wochen auf weitere Aktien ausgedehnt werden, kündigte Limbach an. Mit ihrem "Best-Price-Modell" bietet die Stuttgarter Börse Kleinaktionären an, Aktien bereits ab einem Stück zum bestmöglichen Preis kaufen zu können.

Mit den geschilderten Maßnahmen habe die Börse ihr Angebot an die privaten Investoren gezielt verbessert, sagte Limbach. Im Gegensatz zu anderen Börsen gebe es in Stuttgart nicht nur Ankündigungen, sondern konkrete Taten. Die deutschen Börsen stehen seit einiger Zeit durch das auf Privatanleger abzielende Angebot elektronischer Handelsanbieter und Direktbanken unter Handlungsdruck. So kündigte auch die Frankfurter Börse vor einigen Wochen an, ihr Handelsangebot für private Investoren deutlich ausweiten zu wollen. Nach Medienberichten soll auf dem elektronischen Handelssystem Xetra eine Plattform für Kleinanleger errichtet werden.

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