Einbruch an den deutschen Börsen
Zwischenruf: Ende der Talfahrt nicht in Sicht

Als die Börsen in New York zu Wochenbeginn wieder ihre Tore öffneten, ging ein Aufatmen durch die Finanzwelt. Die Kursverluste hielten sich in Grenzen. Doch die Erleichterung war verfrüht - und im Rückblick betrachtet naiv.

Während von den Politikern zu Recht Besonnenheit gefordert wird, gilt an der Börse das Gesetz der prompten Reaktion: Der Schnelle frisst den Langsamen. Dass anfänglich noch relativ vorsichtig verkauft wurde, basierte einzig auf dem Kalkül, eine Trotzreaktion in den USA könne die Kurse stabilisieren.

Diese Illusion ist schnell verpufft. Nach den heutigen dramatischen Verlusten hat der Deutsche Aktienindex Dax seit der Katastrophe nun bereits fast ein Viertel an Wert eingebüßt; alle charttechnischen Dämme sind gebrochen. Nach der Bush-Rede in der Nacht ist zudem die Wahrscheinlichkeit baldiger Militärschläge weiter gestiegen. Je sicherer sie werden, desto unsicherer reagiert die Börse. Ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht.

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