Einbruch im Neugeschäft mit Bausparverträgen
Wüstenrot will um fünf Prozent wachsen

Die Bausparkasse Wüstenrot AG rechnet für das laufende Jahr wieder mit steigenden Abschlüssen bei Bausparverträgen. Man erwarte ein Plus von rund 5 % bei neuen Abschlüssen.

weg STUTTGART. Die Bausparkasse Wüstenrot AG rechnet für das laufende Jahr wieder mit steigenden Abschlüssen bei Bausparverträgen. Man erwarte ein Plus von rund 5 % bei neuen Abschlüssen, was einer Summe von rund 14,5 Mrd. DM entspreche, sagte Vorstandschef Gert Haller in Ludwigsburg.

Im abgelaufenen Jahr ging die Brutto-Summe des Bauspar-Neugeschäfts um 14,5 % auf 13 Mrd. DM zurück. Als Grund nannte Haller eine Änderung der Bauspartarife 1999. Daraufhin hätten viele Kunden Vertragsabschlüsse vorgezogen. Das Ergebnis vor Steuern sank gegenüber 1999 um 25 % auf 120 Mill. DM. Der Jahresüberschuss blieb unverändert bei 60 Mill. DM.

Zur Jahresmitte soll die Fusion der Bausparkassen Wüstenrot und Leonberger vollzogen werden. Beide gehören zum Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische AG . Das neue Unternehmen wird Wüstenrot Bausparkasse AG heißen. Für das fusionierte Institut erwartet Haller einen Marktanteil in Deutschland von rund 12 %. Die Aktie der Leonberger Bausparkasse AG wird vom Kurszettel verschwinden. Mittelfristig seien Einsparungen von mehr als 25 Mill. DM pro Jahr durch den Zusammenschluss zu erzielen, schätzt Haller.

Wachsen soll die fusionierte Bausparkasse nicht zuletzt durch die intensive Beratung der Kunden, die bereits eine Versicherung beim Konzernunternehmen Württembergische Versicherung haben. Nur 7 % dieser Kunden hätten auch einen Bausparvertrag von Wüstenrot oder der Leonberger, sagte Haller. "Die größten Chancen der Bausparkasse liegen im Cross-Selling." Haller kritisierte, dass das Bausparen bisher nicht unter die förderfähigen Formen der privaten Altersvorsorge fällt, die zusätzlich zur gesetzlichen Rente aufgebaut werden soll. Er forderte, die Einkommensgrenzen für Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage zu verdoppeln, damit die Bausparförderung nicht gegenüber anderen Anlageformen benachteiligt werde.

Die Diskussion um die private Altersvorsorge beeinträchtige das Geschäft zur Zeit allerdings nicht, sagte Haller. Zögerlich seien Kunden allerdings beim Abschluss von Lebensversicherungen.

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