Einbußen nur in Ägypten und auf Djerba
TUI-Tochter Robinson gegen den Trend

Die zum Touristik-Konzern Preussag gehörende Tochter Robinson Club spürt wenig von der aktuellen Reiseflaute und setzt weiter auf Expansion.

rtr HANNOVER. Bis 2005 sollen nach den Worten von Robinson-Chef Karl Pojer zu den derzeit 26 Anlagen weitere vier für den Club-Urlaub hinzukommen. Auch in Deutschland sei mittelfristig nach dem erfolgreichen Club Fleesensee in Mecklenburg-Vorpommern eine zweite Anlage in Süddeutschland in Vorbereitung, sagte Pojer am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Im vorigen Jahr buchten beim Marktführer 117 400 Gäste die Clubanlagen, was Robinson einen Umsatz von 200 Mill. ? einbrachte. Mit der Entwicklung im laufenden Jahr hebt sich Robinson Club vom schwachen Trend im Gesamtreisemarkt ab. "Wir haben einen Stammkundenanteil von 71 %", berichtete Pojer. Deshalb spüre die TUI-Tochter kaum die ansonsten noch starke Buchungszurückhaltung in der Reisebranche.

Einbußen nur in Clubs in Ägypten und auf Djerba

Lediglich die beiden Clubs in Ägypten und auf Djerba/Tunesien lägen bei den Buchungen um etwa 25 % gegenüber dem Vorjahr zurück. "In den anderen Zielgebieten gehen wir aber davon aus, dass wir das Vorjahresergebnis erzielen", sagte der Robinson-Chef.

Robinson ist mit einem Anteil von fast 71 % in Deutschland Marktführer beim Cluburlaub, gefolgt von den Thomas Cook-Clubs Aldiana (19 %) und dem französischen Anbieter Club Mediterranee (zehn Prozent). Die Bettenzahl der Clubs soll mit den vier neuen Anlagen bis 2005 um 3000 auf insgesamt 17 000 Betten steigen. Darin sei die zweite Anlage in Deutschland noch nicht eingeplant. Standorte der neuen Clubs sind Tavira in Portugal, Trafalgar in Spanien und Agadir in Marokko. Außerdem geht der Club Cala Serena auf Mallorca nach Abriss und komplettem Wiederaufbau in Betrieb. Pojer operiert unter dem Dach der TUI mit einer eigenen Markenstrategie. Das Robinson-Konzept ziele auf Urlaub für Familien, aber auch sportbegeisterte Singles oder Paare. Auf Grund des hohen Anteils an Stammkunden seien auch neue Anlagen von Beginn an gut gebucht, sagte Pojer. So habe der erst im Dezember 2001 eröffnente Club Alpenrose im Schweizerischen Zürs bereits eine Auslastung von 97 %. Der vor zwei Jahren eröffnete erste deutsche Robinson Club Fleesensee an der Müritz sei so gut angelaufen und auch im Winter bestens ausgelastet, dass man sich nun im Süden Deutschlands umsehe, sagte Pojer. Acht Standorte in Baden-Württemberg und in Franken seien in der engeren Wahl, nachdem zuvor zahllose Bürgermeister ihre Kommune angepriesen hätten.

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