„Eine bahnbrechende Technologie“: Analysten geben Moxi gute Chancen

„Eine bahnbrechende Technologie“
Analysten geben Moxi gute Chancen

Die Idee einer Multimedia-Box ist nicht neu. Das Thema Konvergenz - sprich die Verschmelzung verschiedener Technologien - dominiert bereits seit Jahren die Unterhaltungselektronik-Industrie. Dennoch: Moxi bietet einen neuen interessanten Ansatz.

HB DÜSSELDORF. Die Architektur macht das Moxi-System gerade für TV-Anbieter interessant, da sie die offene Linux-Benutzeroberfläche leicht an ihre Bedürfnisse anpassen oder gar neue Anwendungen oder Software-Updates hinzufügen können. Derartig flexibel zeigen sich bisher wenige Multimedia-Terminals. Und das Media Center ist sogar ohne zusätzliche Dienste der TV-Anbieter interessant, da es mit Videorecorder, CD- und DVD-Player in einem Geräte die Multimediale Grundausstattung eines Haushaltes liefert.

"Das ist eine wirklich bahnbrechende Technologie", ist Josh Bernoff von Forrester Research deshalb überzeugt. "Die Innovation, die von der Firma Moxi ausgeht, ist einfach eine Generation weiter als das, was andere Unternehmen machen. Wenn alles funktioniert, wird ihnen die Welt gehören", so Bernoff weiter. Ähnliche Töne kommen vom GartnerG2 Research Director P.J. McNealy. Für ihn ist das Moxi-System ein Generationensprung im Vergleich zu den bisherigen Set-Top-Boxen.

Die finanziellen Probleme anderer Anbieter von Set-Top-Lösungen will Moxi vermeiden, indem es erst gar nicht in das Hardware-Geschäft einsteigt. Firmengründer Steve Perlman will sich allein auf das Lizenz-Geschäft fokussieren.

Außerdem hat das Unternehmen aus dem kalifornischen Palo Alto, welches erst kürzlich von Rearden Steel Technologies in Moxi Digital Inc. umbenannt wurde, potente Finanz-Partner im Rücken: Mediengigant AOL Time Warner, US-Satelliten-TV-Betreiber Echostar Communications sowie der Netzwerk-Ausstatter Cisco Systems. Rund 67 Millionen US-Dollar Venture-Capital bekam Perlman von seinen Partnern. Und Perlman selber ist finanziell auch nicht schlecht gebettet. Allein für den Verkauf seiner Firma WebTV an Microsoft sammelte er 1997 ganze 425 Millionen US-Dollar ein.

Letztendlich wird der Konsument über die Zukunft von Lösungen wie dem Moxi Media Center entscheiden. Bleiben sie preislich unter dem, was man für DVD, Digital und Co. -Recorder zusammen zahlt, sind die Aussichten gut. Allein in den USA gibt es rund 100 Millionen Haushalte mit einem Fernsehanschluss. Das innovative Unternehmen aus Palo Alto sollte da ein lukratives Stück vom Kuchen ergattern können.

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