"Eine Einmischung in Kunst und Kultur wird es nicht geben."
Riesenbulette wird trotz Kritik "abgeschossen"

Mitte Juni soll ein 600 Kilo schwerer Klops im Hamburger Freihafen gebraten und anschließend von einem fünf Meter hohen Katapult in die Luft geschleudert werden. Die Kulturbehörde fördert das Künstlerprojekt mit 10 000 Euro.

dpa HAMBRUG. Das Projekt "Riesenbulette" wird trotz scharfer Kritik von Hamburger Regierungsmitgliedern "abgeschossen". Das bestätigte der Sprecher der Hamburger Kulturbehörde, Andreas Ernst, am Mittwoch in Hamburg. Mitte Juni soll der 600 Kilo schwere Klops im Hamburger Freihafen gebraten und anschließend von einem fünf Meter hohen Katapult in die Luft geschleudert werden. Die Hamburger Künstlergruppe "Wuuul" will die Grünkernfrikadelle im Rahmen der Ostsee-Biennale "artgenda" zeigen.

Seit Tagen ist das von den Künstlern Peter Lynen, Heino Stavermann, Alexander Hoepfner und Ingrid Scherr entwickelte Projekt zu einem wahren Politikum in der Hansestadt geworden. Zuletzt hatten sich auch Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und dessen Koalitionspartner aus FDP und Schill-Partei mit dem Klops beschäftigt. Obwohl das "Wuuul-Projekt" bei den Regierungsmitgliedern umstritten sei, solle die vegetarische Bulette vom 18. bis 20. Juni gebraten und anschließend in die Luft geschleudert werden, sagte Ernst. "Eine Einmischung in Kunst und Kultur wird es nicht geben."

Der Zuschuss der Kulturbehörde zu dem Katapult-Vorhaben - 10 000 Euro - war noch vom Vorgänger-Senat genehmigt worden. Eine Rückforderung des Geldes durch die Kulturbehörde, wie es FDP - Fraktionschef Burkhardt Müller-Sönksen laut "Bild" verlangt hatte, sei "nicht realistisch", sagte Ernst.

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