EINE FRAGE AN
Wie fühlt man sich eigentlich...

Wie fühlt man sich eigentlich Herr Kamps, wenn einem das Lebenswerk aus den Händen gerissen werden soll?

Heiner Kamps, 46, wehrt sich erbittert gegen das Angebot des italienischen Nudelkonzerns Barilla, der seine Bäckereikette mit 15 000 Mitarbeitern übernehmen will.

Für Gefühle ist in dieser Phase des Übernahmeversuchs durch Barilla kein Platz. Ich bin ganz ehrlich, natürlich mache ich mir derzeit viele Gedanken, aber jetzt sind nur zwei Dinge angesagt, nämlich unternehmerische Sachlichkeit und Weitblick. Es geht mir nicht um ein Lebenswerk, sondern um die langfristigen Perspektiven für das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Aktionäre. Die muss ich als Vorstandsvorsitzender vordergründig betrachten und sicherstellen. Und die sehe ich nicht bei dem Angebot von Barilla. Kamps braucht Barilla nicht, Barilla braucht höchstens Kamps.

Als Bäcker sage ich Ihnen, dass unsere Wachstumsstory aufgegangen ist, wie die Hefe in einem Zopf. Wir haben uns die europäische Marktführerschaft erarbeitet. Die wollen wir ausbauen, zusammen mit unseren Aktionären und Mitarbeitern, um den Wert des Unternehmens weiter zu steigern. Das geht aber nicht mit jemandem, der uns kein schlüssiges Konzept dafür vorgelegt hat. Und schlüssige Konzepte waren immer die Grundlage für mich, beim Aufbau von Kamps und auch jetzt und für die Zukunft

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Die Frage stellte Claudia Tödtmann

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