EINE FRAGE AN
Wie fühlt man sich eigentlich...

Herr Ramboz, wenn man als Verleger von Computerspielen für Amokläufe mitverantwortlich gemacht wird?

Christophe Ramboz ist Präsident und COO bei Vivendi Universal Games International in Vélizy, wo das Computerspiel Counter-Strike verlegt wird, das Kanzler Schröder gerne indiziert sähe. Dies aber lehnte die zuständige Bundesprüfstelle vergangene Woche ab.

Ich bin selbst Vater und denke wirklich viel über jede Art der Gewalt nach, der meine drei Kinder ausgesetzt sein könnten - sei es in Computerspielen, in den Medien oder sonst wo. Ich empfinde es als meine Pflicht, meine Kinder zu schützen und vor allem: sie so zu erziehen, dass sie die Welt verstehen, in der sie leben. Zensur hat sich hierbei jedoch noch nie als effizient erwiesen.

Ich glaube eher an Kommunikation. Nur so kann ein Bewusstsein und ein Verständnis für die Informationen der Medien erzeugt werden. Wer jedoch nur Computerspiele wie "Counter-Strike" und die Medien allgemein in die Verantwortung nimmt, macht es sich viel zu einfach. Die Debatte sollte sich öffnen und mit der Frage auseinander setzen, wie unsere Gesellschaft funktioniert und wie wir zusammen leben.

Die Frage stellte Felix Ullmann

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