Eine für den 8. Oktober festgelegte Stichwahl lehnt die DOS ab.
Neue Protestwelle in Serbien angekündigt

Ab Montag sollen nach DOS-Führer Dijndjic die Schulen geschlossen bleiben, Autobahnen blockiert und Betriebe stillgelegt werden.

dpa BELGRAD. Die Demokratische Opposition Serbiens (DOS) will an diesem Freitagnachmittag in Belgrad und vielen anderen jugoslawischen Städten ihre Protestaktionen gegen das ihrer Meinung nach gefälschte Wahlergebnis fortsetzen. Die DOS-Führung rief ihre Wähler auf, ab kommendem Montag mit "zivilem Ungehorsam und einer Art Generalstreik" Serbien lahm zu legen.

Ab Montag sollen die Schulen geschlossen bleiben, Autobahnen blockiert und Betriebe stillgelegt werden, sagte Zoran Djindjic als einer der DOS-Führer dem verbotenen Belgrader Sender B2-92 am Freitag. Die Philosophische Fakultät in Belgrad kündigte bereits ihren Streik an. Am Donnerstagabend waren in mehreren Städten Zehntausende von Menschen auf die Straßen gegangen und hatten die Anerkennung des Sieges des Präsidentschaftskandidaten Vojislav Kostunica (DOS) verlangt.

Die staatliche Wahlkommission hatte am Donnerstag offiziell mitgeteilt, weder Präsident Slobodan Milosevic noch der Kandidat der DOS, Kostunica, hätten am vergangenen Sonntag im ersten Wahlgang die notwendige Mehrheit von mehr als 50 % der Stimmen bekommen. Nach Angaben der Kommission entfielen auf Kostunica 48,96 und auf Milosevic 38,62 %. Die Opposition erkennt diese Zahlen nicht an und spricht von Wahlbetrug. Eine für den 8. Oktober festgelegte Stichwahl lehnt die DOS ab.

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