Eine "große Lösung" wird es nicht geben
Deutsche Bahn: Mehdorn und Hansen optimistisch

Zu Beginn des Spitzengesprächs in den Tarifverhandlungen bei der Deutsche Bahn AG haben sich Bahnchef Hartmut Mehdorn und Transnet-Vorsitzender Norbert Hansen optimistisch gezeigt. Bahn und Gewerkschaften hätten das Gesamtpaket so aufgespalten, "dass wir hier schnell zum Abschluss kommen", sagt Mehdorn am Montag vor Journalisten in Berlin.

Reuters BERLIN. Die große Lösung werde es jedoch nicht geben. Der Verhandlungskomplex sei in viele einzelne Teile aufgespalten worden. Ursprünglich waren die Tarifverhandlungen für die rund 145 000 Angestellten mit der Einrichtung eines Sozialfonds und dem bahninternen Bündnis für Arbeit verhandelt worden.

Transnet-Chef Hansen sagte, die Bahn AG sei ein vielschichtiger Konzern, der in vielen Branchen im Wettbewerb stehe. "Deshalb passen auch zentrale, konzernübergreifende Lösungen für das Personal nicht mehr", betonte Hansen, der der größten Bahngewerkschaft vorsteht. Die Transnet werde deshalb versuchen, "wettbewerbsorientierte, branchenbezogene Einzellösungen für die Gesellschaften im Bahnkonzern und ihren Beschäftigten zu finden". Ziel sei es, für die anstehende Aufsichtsratssitzung am 14. März ein Ergebnis zu finden, "das auch für die Mittelfristplanung des Konzerns bewertbar ist". Damit geben die Gewerkschaften ihr Festhalten am Flächentarifvertrag auf, den sie bislang hartnäckig verteidigt hatten.

Die Tarifpartner hatten die Lohn- und Gehaltsverhandlungen für die Angestellten des Unternehmens bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen. Das Ergebnis war jedoch an eine Einigung über einen Sozialfonds geknüpft worden. Über dessen Ausstattung hatten Bahn und Gewerkschaften monatelang gestritten. Nach Hansens Worten soll auch hier eine branchenspezifische Lösung gefunden werden.

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