Eine Haltefrist läuft am 1. September aus
Ausblick: Telekom-Aktie steht unruhige Woche bevor

Auch in der kommenden Woche wird es um die Deutsche Telekom nicht ruhiger werden. Am Dienstag präsentiert der Bonner Konzern seine endgültigen Zahlen zum ersten Halbjahr. Nach vorläufigen Angaben lag der Nettoverlust im ersten Halbjahr bei 400 Millionen Euro (782 Millionen Mark).

ddp.vwd BERLIN. Der Umsatz erhöhte sich um 17,4 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro. Die T-Aktie steht seit Wochen unter erheblichem Druck, da die Verkaufsabsichten vieler Großaktionäre den Kurs drücken. Hinzu kommen ab nächstem Monat möglich Rückflüsse von Aktien aus dem Kauf des US-Mobilfunkanbieters Voicestream. Ab September dürfen die Alt-Aktionäre von Voicestream ihre neuen T-Aktien verkaufen, und das werden viele definitiv auch tun. Die erste Volksaktie, die derzeit bei rund 17 Euro notiert, droht nun erstmals unter ihren einstigen Ausgabepreis von rund 14,50 Euro zu sinken.

Für Unruhe sorgte zunächst der Verkauf eines großen Aktienpaketes durch die Deutsche Bank, dass von dem Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa stammte. Zwar wurde die Absicht von Hutchison Whampoa, sich kurzfristig von noch weiteren T-Aktien zu trennen, mittlerweile dementiert, doch bleibt hier ein Restrisiko. Höchstwahrscheinlich wartet man in Asien auf bessere Kurse. Zwischenzeitlich haben der finnische Mobilfunkausrüster Sonera sowie der US-Konzern Telephone & Data Systems (TDS) ihre Absicht zur Veräußerung von T-Aktien publik gemacht.

Ihren Höchstkurs vom 6. März 2000 von 103,56 Euro hat die T-Aktie seit langem hinter sich gelassen. Fabrice Fabrigoule vom Bankhaus Metzler sieht die Aktie als "Kauf" und nennt ein Kursziel von 32 Euro. Zwar könne der Rückfluss der für den Voicestream-Deal ausgegebenen Aktien den Kurs beeinträchtigen, allerdings böten sich hier auch günstige Kaufgelegenheiten. Der Analyst prognostiziert eine deutliche Verbesserung des operativen Umfelds. Theo Kitz vom Bankhaus Merck Finck & Co stuft den Titel auf «Marketperformer». «Ich erwarte einen Rücklauf von rund 100 Millionen Aktien Anfang September, der sich natürlich auf den Kurs auswirken wird», sagte der Analyst. Auch Frank Wellendorf von der WestLB sieht die Aktie als "Outperformer" und nennt ein Kursziel von 26 Euro.

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