„Eine hundertprozentige Sauberkeit wird es nie geben"
Dopingtests in der Kritik

In der technisierten Welt des Sports gilt es als relativ sicher, potentielle Dopingsünder mit geeigneten wissenschaftlichen Mitteln zu überführen. Wichtig ist aber auch, dass die Kontrollen in jede Fall unangekündigt sein müssen. Um etwaigem Betrug entgegen zu wirken.

LIMOGES / MÜNCHEN. Der sportliche Leiter des in der Einzel- Wertung führenden Franzosen Thomas Voeckler hat die Doping-Kontrollen bei der Tour de France kritisiert. "Es muss aufhören, dass die Fahrer am Telefon vorgewarnt werden: Macht euch bereit, ihr werdet im Hotel kontrolliert", sagte Brioches-Teamchef Jean-René Bernaudeau und zielte damit auf die Blut-Tests bei den Rad-Profis ab.

Bei der 91. Frankreich-Rundfahrt gab es bisher drei solcher Kontrollen. Nach dem obligatorischem Medizin-Check aller 189 vorgesehenen Starter vor dem Tour-Start war der 26-jährige Baske Gorka Gonzalez aus dem Euskaltel-Team ausgeschlossen worden. In der ersten Woche waren 42 Fahrer ohne Befund kontrolliert worden. Bei der dritten Überprüfung am Dienstag traf es 33 Profis, darunter auch den fünffachen Sieger Lance Armstrong (USA). Auch hier gab es keine Beanstandungen.

Unterdessen sieht der Kölner Doping-Experte Wilhelm Schänzer den Großteil der Sportler bei der Tour als dopingfrei an. "Eine hundertprozentige Sauberkeit wird es nie geben. Aber der Prozentsatz gedopter Fahrer ist relativ gering. Etwa bei ein bis zwei Prozent", sagte Schänzer der Münchner Abendzeitung (Mittwoch). Als Grundlage für seine Prognose nimmt Schänzer, dass weltweit "im Sport nur 1,5 Prozent aller Dopingkontrollen positiv" sind.

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