Eine Milliarde Euro
Post-Aktie unter Druck

Die Aktien der Deutschen Post sind am Freitag im frühen Handel um mehr als zwei Prozent gefallen, was Händler auf einen Zeitungsbericht über mögliche Steuernachzahlung in Milliardenhöhe zurückführten.

rtr FRANKFURT. Die Titel verbilligten sich im frühen Handel um 2,7 % auf 14,46 Euro, während der Dax um 1,6 % nachgab. Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge wollen die Finanzbehörden in Nordrhein-Westfalen von der Post fast eine Milliarde Euro für nicht abgeführte Mehrwertsteuer in den Jahren 1998 und 1999 verlangen. "Eine Milliarde Euro ist natürlich eine enorme Belastung für das Unternehmen", sagte ein Händler.

Zudem müsse man berücksichtigen, dass eine Mehrwertsteuer eigentlich ein gewinnneutraler Posten sei, der an den Kunden weitergegeben würde, sagte Alfred Kaiser, Analyst beim Börsenmakler Nols. "Wenn das Unternehmen aber bisher diesen Posten einbehalten hat, dann werden die Margen im Gewerbekundenbereich in Zukunft um 16 % fallen und das macht die Post noch weniger wettbewerbsfähig", fügte Kaiser hinzu. Im internationalen Vergleich mit anderen Expressdienstleistern seien die Margen der Post ohnehin geringer als bei den Konkurrenzfirmen.

Hintergrund sind Berichte, wonach die Post Geschäftskunden zu Unrecht die Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt habe, obwohl Finanzminister Hans Eichel (SPD) das Unternehmen durch eine Sonderregelung von der Mehrwertsteuer in bestimmten Bereichen befreit hatte. Die Post hatte dies zurückgewiesen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%