Eine Milliarde Euro Volumen
Telefonica mit Anleihe zur UMTS-Finanzierung

Reuters LONDON. Die spanische Telefonica hat heute eine Anleihe im Volumen von einer Milliarde Euro begeben. Der Telefonkonzern schließt damit die Emission einer Serie von Schuldverschreibungen zur Finanzierung der von ihr ersteigerten deutschen UMTS-Lizenz der dritten Mobilfunk-Generation ab. Die Euro-Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und soll im Laufe des Tages in etwa 55 Basispunkte über mittleren Swaps gepreist werden, hieß es seitens der federführenden Banken. Heute sollen auch die am Vortag von Telefonica platzierten Dollar-Anleihen gepreist werden. Am Markt wird die Emission als Auftakt für eine Reihe weiterer Bonds von Telekommunikationskonzernen gesehen. Es werde mit einem Volumen von umgerechnet rund 30 Mrd. $ in den nächsten zwei Monaten gerechnet.

Gestern hatte Telefonica drei Dollar-Papiere mit unterschiedlichen Laufzeiten begeben. Eine 1,25 Mrd. Dollar-Tranche mit einer Laufzeit von fünf Jahren soll nach Angaben der federführenden Banken 144 bis 145 Basispunkte über US-Treasuries gepreist werden. Der zehnjährige Teil über 2,5 Mrd. $ solle in einer Spanne von 204 bis 205 Basispunkten über Treasuries kommen, und der 30-jährige im Volumen von 1,25 Mrd. $ werde 234 bis 235 Basispunkte über Treasuries ausgestattet. Die Koordinatoren für die Anleihen sind die Investmentbanken Goldman Sachs, J.P. Morgan und Morgan Stanley Dean Witter.

Um den insgesamt noch nicht voll entwickelten Markt für Unternehmensanleihen in Europa nicht zu überlasten und damit einen Kursverfall zu riskieren, war davon ausgegangen worden, dass zahlreiche Anleihen zur Finanzierung der deutschen UMTS-Lizenzen auf Dollar und nicht auf Euro lauten würden.

In den kommenden zwei Monaten wird am Markt mit weiteren Bond-Emissionen von Telekommunikationsunternehmen gerechnet. So werden vermutlich British Telecom, France Telecom und auch die niederländische KPN mit Anleihen an den Markt gehen. Analysten gehen davon aus, dass die Papiere den Anlagern eine noch höhere Rendite bieten müssen, als die Telefonica-Bonds, um angesichts des hohen Angebotes am Markt attraktiv zu sein.

Die Versteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen hatte einen Erlös von rund 100 Mrd. DM erbracht. Nachdem die meisten erfolgreichen Bieter die notwendigen Summen zunächst über Kredite und Guthaben zwischenfinanziert hatten, werden nun verstärkt Anleihen begeben, um die Lizenzen zu bezahlen.

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