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Eine Million Chinesen flüchten vor Taifun

Wetterchaos in Asien: Mehr als eine Million Chinesen sind vor dem starken Taifun „Aere“ geflüchtet, der auf seinem Weg über die Philippinen, Taiwan und die Ostküste Chinas mehr als 30 Menschenleben gefordert hat.

dpa TAIPEH/PEKING. Wetterchaos in Asien: Mehr als eine Million Chinesen sind vor dem starken Taifun "Aere" geflüchtet, der auf seinem Weg über die Philippinen, Taiwan und die Ostküste Chinas mehr als 30 Menschenleben gefordert hat.

Auf den Philippinen rissen Überflutungen und Erdrutsche nach schweren Regenfällen mindestens acht Menschen in den Tod. Fast 16 000 Einwohner hätten ihre Häuser verlassen müssen und seien in Notquartieren untergebracht worden, teilte der Katastrophenschutz am Donnerstag mit. Besonders betroffen von den Unwettern war die Hauptstadt Manila und angrenzende Provinzen.

Nach heftigen Regenfällen in Taiwan begrub ein Erdrutsch in einem Bergdorf im Norden der Inselrepublik allein 15 Menschen, berichteten die Behörden in Hsinchu. An Chinas Küste, wo der Wirbelsturm am Vorabend eingetroffen war, wurden mehr als 8000 Häuser zerstört und mindestens ein Mensch getötet.

Die rund 1,2 Millionen Chinesen wurden nach Medienberichten bei Evakuierungen in den zwei Küstenprovinzen Fujian und Zhejiang in Sicherheit gebracht. Der Wirbelsturm erreichte Windgeschwindigkeiten bis Stärke 14. Acht Wasserreservoire wurden beschädigt. Der wirtschaftliche Schaden allein in Fujian wurde auf 2,1 Mrd. Yuan (200 Mill. ?) beziffert. "Aere" ist der zweitstärkste Wirbelsturm dieses Jahres in China. Erst vor knapp zwei Wochen waren bei "Rananim" 164 Menschen ums Leben gekommen. Er war der schwerste Taifun seit einem halben Jahrhundert in der Volksrepublik.

Augenzeugen des Erdrutsches in dem Dorf Wufeng in Taiwan berichteten, die Tragödie habe nur zehn Sekunden gedauert. "Es passierte so schnell." Ein Überlebender sagte: "Ich hörte einen Donner und plötzlich stürzte das Haus ein. Das war alles. Es war wie im Traum." Die Straßen waren blockiert, so dass Hilfsgüter aus der Luft in das Gebiet gebracht werden müssen, wo 600 Menschen in anderen Dörfern von der Außenwelt abgeschnitten waren.

Nach einer Flutwelle auf einem Fluss im nordindischen Bundesstaat Uttaranchal werden mindestens 29 Menschen vermisst. Es werde befürchtet, dass zahlreiche der Vermissten in den Wassermassen ums Leben gekommen sind, meldete der indische Nachrichtensender Ndtv unter Berufung auf die Behörden vor Ort.

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