Eine Million Euro als Kaution
Schlüsselfigur in Kölner Müllskandal aus U-Haft entlassen

Mit Sigfrid Michelfelder ist eine der Schlüsselfiguren im Kölner Müllskandal nach fast fünf Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

HB KÖLN. Beim früheren Geschäftsführer des Gummersbacher Anlagenbauers Steinmüller bestehe nach umfassenden Aussagen keine Verdunkelungsgefahr mehr, begründete die Kölner Oberstaatsanwältin Regine Appenrodt am Mittwoch die Freilassung. Über eine mögliche Freilassung des ebenfalls inhaftierten früheren SPD - Bundespolitikers Karl Wienand sei noch nicht entschieden worden.

Michelfelder muss laut Staatsanwaltschaft eine Million Euro Kaution als Bankbürgschaft stellen. Der ehemalige Top-Manager wurde am 26. Februar unter Bestechungsverdacht in Untersuchungshaft genommen. Beim Bau einer umstrittenen Müllverbrennungsanlage in Köln sollen nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft 11 Millionen Euro (21,6 Millionen Mark) an Schmiergeldern geflossen sein. Davon habe der 61-jährige Michelfelder 1,2 Millionen Euro kassiert.

Bei Wienand würden die Haftgründe noch geprüft. Der 75-Jährige soll beim Bau des 409 Millionen Euro teuren Müllofens 2,25 Millionen Euro Schmiergeld erhalten haben. Beim ehemaligen Müll-Unternehmer Hellmut Trienekens (63) wird an diesem Freitag eine Entscheidung über seine Freilassung aus der Untersuchungshaft erwartet. Ihm wird Beihilfe zur Bestechung und Steuerhinterziehung vorgeworfen.

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