Eine ostdeutsche Erfolgsgeschichte
Wachsen mit Hilfe eines Mittelstandsfinanziers

November 2000: Im schmucken Altbaubüro eines Dresdner Notars sitzen neun Herren in dunklen Anzügen um einen großen Tisch und besiegeln mit ihrer Unterschrift den Management Buyout der größten Buchhandelskette in Ostdeutschland, "Buch & Kunst".

HB DÜSSELDORF. Die Verkäufer sind Georg Thaler und Sebastian Piper, westdeutsche Privatinvestoren, die das Unternehmen - ehemals staatlicher Buchhändler der DDR im Land Sachsen - nach der Wende übernommen und zügig ausgebaut hatten. Die Käufer: Der europäische Mittelstandsfinanzier Barclays Private Equity, vertreten durch die Deutschlandgeschäftsführer Peter Hammermann und Michael Bork, sowie Lutz Gehrken, Geschäftsführer von Buch & Kunst.

"Das war der Schlussstrich unter acht Monate intensiver Gespräche und Verhandlungen", erinnert sich Gehrken. "Da ist man schon froh, wenn man sich endlich wieder voll und ganz auf sein Geschäft konzentrieren kann." Für Buch & Kunst hatten auch andere Investoren Interesse gezeigt und teilweise sogar höhere Preise in Aussicht gestellt, dennoch hatte Barclays PE den Zuschlag bekommen. "Die Chemie stimmte einfach. Und wir waren uns einig, wie wir das Unternehmen gemeinsam weiterentwickeln wollten", sagt Gehrken. Dies - neben der Tatsache, dass sie sich auch weiter an dem Unternehmen beteiligen konnten - überzeugte auch die Verkäufer, und Gehrken als Geschäftsführer und "Mitkäufer" hatte das letzte Wort.

Den gebürtigen Hamburger hatten Thaler und Piper Anfang der neunziger Jahre als Restrukturierer ins Unternehmen geholt, nachdem Buch & Kunst im Zuge seiner starken Expansion zusehends an Rentabilität eingebüßt hatte. Gehrken machte das Unternehmen wieder profitabel und es gelang ihm, eine motivierte Mannschaft großenteils ostdeutscher Mitarbeiter um sich zu scharen, die darauf brannte, ihrem Unternehmen auch außerhalb Ostdeutschlands Geltung zu verschaffen.

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