Eine Woche Freiheit, um Asylanträge zu stellen
Kurdische Flüchtlinge dürfen vorerst in Frankreich bleiben

ap FREJUS. Die am Wochenende an der Cote d'Azur gestrandeten kurdischen Flüchtlinge dürfen vorerst in Frankreich bleiben und das Militärlager in Frejus verlassen. Ihnen wurden acht Tage eingeräumt, um politisches Asyl zu beantragen, wie das Innenministerium am Dienstag mitteilte. Den Flüchtlingen, die keinen Asylantrag stellen, droht die Abschiebung. Prominente Politiker hatten in den vergangenen Tagen ihre Unterstützung mit den 910 Kurden demonstriert.

Am Dienstag besuchte die Witwe des früheren Staatspräsidenten Francois Mitterrand, Danielle Mitterrand, das Militärlager Frejus und forderte politisches Asyl für alle der 910 Flüchtlinge. Ursprünglich sollten die 430 erwachsenen Flüchtlinge am (morgigen) Mittwoch in Gruppen zu je 50 Personen vor einem Gericht in Draguignan vorgeführt werden. Mindestens fünf Richter sollten in jedem Einzelfall entscheiden, wer das Lager mit einem provisorischen Visum verlassen darf.



Die Organisationen France Libertes, deren Präsidentin Danielle Mitterrand ist, die Bewegung gegen Rassismus und für die Völkerfreundschaft MRAP, SOS Rassismus und der ökumenische Flüchtlingshilfsverband Cimade machten in diesem Zusammenhang Verfahrensfehler geltend. Mitterrand kritisierte, die Kurden hätten Dokumente unterzeichnen müssen, ohne deren Inhalt zu verstehen, und hätten sich noch nicht von Anwälten beraten lassen können.



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