Einfache Resolution - direkt auf den Punkt: Powell: Die Zeit für Irak läuft ab

Einfache Resolution - direkt auf den Punkt
Powell: Die Zeit für Irak läuft ab

US-Außenminister Colin Powell rechnet mit einer zügigen Entscheidung des Uno-Sicherheitsrates im Irak-Konflikt. Anfang der Woche würden die USA einen Entwurf für eine neue Uno - Resolution vorlegen, sagte Powell am Sonntag in Tokio. Die die internationale Gemeinschaft habe dann "eine letzte Gelegenheit" zu entscheiden, wie der Irak entwaffnet werden solle, sagte Powell zu Journalisten.

HB/ dpa TOKIO/PEKING. Sobald Uno-Chefinspekteur Hans Blix dann am 7. März seinen Bericht dem Uno-Sicherheitsrat vorgelegt habe, habe die internationale Gemeinschaft "eine letzte Gelegenheit" zu entscheiden, wie der Irak entwaffnet werden solle, sagte Powell zu Journalisten.

Die Zeit "läuft ab". Der Irak habe die Bedingungen der vorhergehenden Resolution 1441 nicht erfüllt und nutze nicht die ihm darin gegebene "letzte Chance". Bei dem neuen Entwurf handele es sich um eine "einfache Resolution direkt auf den Punkt", sagte Powell. Es sei an der Zeit zu handeln. Er hoffe auf die Unterstützung Japans bei den diplomatischen Bemühungen für die neue Resolution. Powell hatte am Vorabend mit Ministerpräsident Junichiro Koizumi und Außenministerin Yoriko Kawaguchi über den Irak und Nordkorea beraten.

Der US-Außenminister traf am Abend in Peking ein, wo er die chinesische Führung überzeugen will, im Sicherheitsrat nicht ihr Veto gegen die neue Resolution einzulegen. Die chinesische Regierung setzt sich wie Frankreich und Russland für eine friedliche Lösung des Konflikts und eine Fortsetzung der Inspektionen ein, ist aber im Ton deutlich zurückhaltender. Nach getrennten Gesprächen mit Außenminister Tang Jiaxuan und dem neuen Parteichef Hu Jintao wird Powell am Montag auch von Präsident Jiang Zemin empfangen.

Powell sagte, es gehe nicht um mehr Inspektoren oder mehr Zeit für Inspektionen, sondern um Abrüstung und Iraks Befolgung seiner Verpflichtungen. "Ein Krieg ist nicht notwendig", sagte Powell. Es sei Saddam Hussein, der für Verhältnisse sorge, die "vielleicht im Krieg resultieren".

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