Einfluss auf andere Vereine nicht möglich
Europäische Top-Klubs wollen Gehälter deckeln

Die europäischen Fußball-Spitzenvereine haben sich auf eine Obergrenze der Spielergehälter verständigt. Auf einer Tagung in Brüssel beschloss die "G14", der 18 Vereine aus sieben Ländern angehören, dass ihre Mitglieder von der Saison 2005/06 maximal 70 % ihres Umsatzes für Lohnkosten ihrer Profis aufwenden dürfen.

HB/dpa BRÜSSEL. Damit sollen die bedrohlichen Finanzprobleme vieler Clubs aufgrund der mächtig gestiegenen Personalkosten gelindert werden.

Die neue Regelung lässt den "G14"-Clubs, zu denen aus der Bundesliga der FC Bayern München, Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund zählen, allerdings noch reichlich Spielraum nach oben. Nach Informationen des britischen Senders BBC brachte Manchester United im abgelaufenen Geschäftsjahr gerade mal 40 % des Umsatzes für Spielergehälter auf.

Mit dem "G14"-Beschluss wird erstmals im europäischen Fußball ein "Salary-Cap" eingeführt, das in den nordamerikanischen Eishockey- und Basketball-Ligen fest verankert ist. Allerdings hat die "G14" keine Möglichkeit, Einfluss auf die anderen Vereine auszuüben.

Bayer Leverkusens Manager Reiner Calmund begrüßte die Entscheidung. "Dies ist eine Entscheidung mit Signalwirkung für den ganzen Profifußball. Sie ist realistisch und vernünftig", sagte er am Mittwoch.

Wichtig sei, dass vor allem die europäischen Spitzenvereine die Notlage nicht nur erkannt, sondern auch an der Resolution mitgearbeitet hätten, berichtete Calmund. Spieler könnten aber auch über 2005 hinaus gut im Profibereich verdienen. "Spitzenkräfte werden auch weiter Millionäre werden. Vielleicht muss die Mittelschicht auf die eine oder andere Mark verzichten", meinte Calmund. Der Beschluss könnte aber auch alle Clubs disziplinieren, nicht unvernünftig bei Spielereinkäufen zu sein. "Da wird man auf den einen oder anderen Einkauf verzichten", meinte der Bundesliga-Manager.

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