Einfluss des schwachen Nasdaq-Index
Neuer Markt im Minus

Die Talfahrt der US-Technologiewerte an der Nasdaq hat am Dienstag auch den Frankfurter Neuen Markt mitgerissen. Nach freundlichem Verlauf fiel der Nemax All Share innerhalb einer Stunde um fast 2 % bevor er sich auf ein Minus von 1,26 % oder 2 323 Punkte erholte. Gleichzeitig gab der Nemax-50-Index um 1,53 % auf 2 220 Zähler nach.

dpa FRANKFURT/MAIN. "Die Investoren nutzen jede Situation, um Material auf den Markt zu geben," sagte ein Händler einer Großbank. Die Umsätze seien weiterhin gering gewesen, "da sind dann auch Zufallspreise bei manchen Werten dabei." Dem Markt fehle es an einer Initialzündung um sich insgesamt nach oben zu entwickeln. Stattdessen zeichne er treu die Entwicklung an der Nasdaq nach.

Kursgewinne gebe es aktuell nur bei wenigen Werten. "Bei denen muss alles stimmen. Story, Aussicht und Management." Weil nur wenige Unternehmen neu an den Neuen Markt gingen, brächten auch die Zuzugänge keine Impulse "Man sieht das auch im Verhältnis zum Dax. Der holt jeden Tag etwas mehr auf, während der Neue Markt nicht vorwärts kommt."

Schwächster Wert im Nemax 50 waren die Anteilsscheine der Fantastic Corporation mit einem Kursabschlag von 18,26 % auf auf 1,88 Euro. Das Unternehmen hatte bei sinkenden Umsätzen seinen Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 7 Mill. $ auf 60,2 Mill. $ ausgebaut.

Qiagen unter Druck

Unter Druck gerieten auch die Aktien des niederländischen Biotech- Unternehmens Qiagen nach Vorlage von Zahlen. Die Aktien verbilligten sich um 8,12 % auf 31,70 Euro. Das Ergebnis habe den Markt enttäuscht, weil es die Erwartungen nicht übertroffen habe, erläuterte ein Händler den Kursverlust.

Die Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Gewinn- und Umsatzerwartungen für das erste Quartal bei Dialog Semiconductor gesenkt und die Einstufung als "Market Underperformer" bestätigt. Der Kurs des Chipherstellers gab darauf hin um 8,00 % auf 6,90 Euro nach.

Die Aktie der Blue C New Economy Consulting & Incubation AG hat nach dem Einbruch am Montag um weitere 16,18 % auf 1,14 Euro abgegeben. Presseberichten zufolge hegt die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre den Verdacht, dass Insider sich vor der Bekanntgabe der schlechten Unternehmenszahlen rechtzeitig von den Papieren getrennt hätten. In den vergangenen Tagen hätten die Umsätze das Doppelte und Dreifache des normalen Durchschnitts betragen.

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