Einführung nicht vor 2003
Eli Lilly senkt Geschäftsprognosen

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat seine Gewinn- und Umsatzprognosen für das laufende Jahr zurückgenommen und dies vor allem mit der verzögerten Einführung eines neuen Medikaments gegen Impotenz begründet.

rtr INDIANAPOLIS. Das Unternehmen rechne für 2002 nur noch mit einem Gewinn je Aktie von 2,60 bis 2,65 Dollar statt der zuvor angenommenen 2,70 bis 2,80 Dollar, teilte der Konzern am Dienstag in Indianapolis mit. Der Umsatz werde 2002 weitgehend unverändert bleiben. Zuvor war Eli Lilly noch von einem Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Die Prognose für den Gewinn im zweiten Quartal beließ der Konzern bei 0,61 bis 0,63 Dollar je Aktie. Eli-Lilly-Aktien eröffneten den US-Handel mit einem Abschlag von rund 7,5 % bei Kursen um 63,25 Dollar, während der Dow-Jones-Index nahezu unverändert tendierte.

Zwar hätten die US-Behörden eine vorläufige Genehmigung für das Potenzmittel Cialis erteilt, mit einer Einführung vor 2003 sei aber nicht zu rechnen, teilte der Konzern weiter mit. Es sei noch nicht sicher, wann Cialis endgültig genehmigt werde. Daher beziehe Eli Lilly das Medikament nicht in die Finanzplanung für das laufende Jahr ein. Der Pharmakonzern entwickelt Cialis zusammen mit der Biotechnologiefirma Icos und will damit der Potenzpille Viagra des weltgrößten Pharmakonzerns Pfizer Konkurrenz machen.

Seit Mitte vergangenen Jahres musste Eli Lilly einen erheblichen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen, nachdem der Patentschutz für das bis dahin verkaufsstarke Anti-Depressionsmittel Prozac ausgelaufen war. Analysten erwarten, dass die gut gefüllte Forschungs-Pipeline dem Unternehmen im weiteren Jahresverlauf wieder zu Wachstum verhelfen sollte. Allerdings verzögern Produktionsprobleme die Einführung des Osteoporose-Medikaments Forteo und einer injizierbaren Form des Anti-Psychosemittels Zyprexa.

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