Eingeplante Großaufträge seien ausgeblieben oder verschoben worden
Aap Implantate will 2001 zurück in die Gewinnzone

Das am Neuen Markt gelistete Medizintechnikunternehmen aap Implantate will im laufenden Jahr wieder in die Gewinnzone zurückkehren.

Reuters BERLIN. "Der Turn-around wird wahrscheinlich noch im ersten Quartal erreicht", sagte Vorstandschef Uwe Ahrens am Donnerstag in Berlin. Im Gesamtjahr werde bei einem Umsatzplus zwischen 20 und 30 % ein positives Ergebnis erreicht. 2001 musst aap die Prognosen deutlich nach unten revidieren.

Das Geschäftsjahr beendete der Hersteller von biologischen und metallischen Implantaten mit einer Umsatzsteigerung um neun Prozent auf knapp zwölf Mill. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (ohne Berücksichtigung von Aktienoptionen) habe minus 1,171 (Vorjahr: 2,600) Mill. Euro betragen. Das DVFA/SG-Ergebnis je Aktie wurde mit minus 0,40 Euro nach 0,21 Euro im Jahr zuvor angegeben.

hat nach Angaben von Finanzvorstand Bruke Alemu mehrere Gründe. Unter anderem habe das US-Geschäft durch einen Strategiewechsel des dortigen Partners nicht den erhofften Umfang erbracht. Eingeplante Großaufträge asiatischer Vertriebspartner sowie Forschungs- und Entwicklungsaufträge seien ausgeblieben oder verschoben worden. "Wir gehen davon aus, dass wir die Aufträge in diesem Jahr kriegen", sagte der Finanzchef.

Die 2001 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen würden fortgesetzt, hieß es weiter. "Das ist unser wichtigstes Ziel", sagte Alemu. Auch werde sich aap verstärkt um das Geschäft mit biologischen Implantaten (Orthobiologie) und Knochenzement konzentrieren. Das Marktwachstum in der Orthobiologie werde in den kommenden fünf Jahren durchschnittlich 54 % betragen.

Neben dem internen Wachstum will sich aap durch Zukäufe stärken. Das notwendige finanzielle Rüstzeug für Akquisitionen und die Entwicklung der vorhandenen Produkte solle durch bereits genehmigte Kapitalerhöhungen beschaffen werden.

Eine Privatplatzierung von zehn Prozent des Grundkapitals sei "in greifbarer Nähe", sagte Ahrens. Auf Grund der flauen Kapitalmarktsituation werde über eine weitere Kapitalerhöhung von 50 % des Grundkapitals frühestens im Sommer mit den Banken gesprochen.

Die aap-Aktie lag am Nachmittag über fünf Prozent im Minus bei 4,51 Euro.

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