Eingeworfene Fensterscheiben
Anschlag auf Synagoge in Berlin

ap BERLIN. Bei einem Anschlag auf eine Synagoge in Berlin-Kreuzberg haben Unbekannte in der Nacht zum Freitag mit vier Pflastersteinen zwei Fensterscheiben des jüdischen Bethauses eingeworfen. Wie die Polizei ferner mitteilte, wurden außerdem auf der Rückseite eines Gedenksteins Farbschmierereien "nicht erkennbaren Inhalts" gefunden. Das Bethaus sei nur "sporadisch überwacht" worden, sagte ein Polizeisprecher. Einzelheiten der Sicherheitsmaßnahmen würden nicht genannt.

Die Synagoge am Fraenkel-Ufer war 1916 eingeweiht und in der Reichspogromnacht 1938 niedergebrannt worden. Der Anschlag müsse sich in der Zeit von 02.18 Uhr und 03.00 Uhr ereignet haben, erklärte die Polizei. Entdeckt wurde der Schaden bei einem Kontrollgang um 03.00 Uhr. Von den Tätern fehle jede Spur. Die Ermittlungen dauern an.

Die beiden beschädigten Fenster des Sakralraums befinden sich auf einer Gebäudeseite zu einem Gehweg. Dieser wird durch einen Zaun vom Gebäude getrennt. Die beiden Fenster, die dem Gehweg am nächsten sind, wurden von den Steinen getroffen. Dabei wurde die schützende erste Glasscheibe eingeworfen und das dahinter liegende Buntglasfenster beschädigt.

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