Einheiten der Deutschen und Dresdner Bank integriert
Eurohypo baut Immobilien-Investmentbanking aus

Die Immobilienbank EuroHypo baut ihr Immobilien-Investmentbanking aus und hat dazu planmäßig entsprechende Einheiten der Deutschen Bank und der Dresdner Bank integriert.

Reuters FRANKFURT. Die Eurohypo könne dadurch nun die gesamte Wertschöpfungskette komplexer Immobilientransaktionen abdecken, sagte der stellvertretende Vorstandschef der Bank, Bernd Knobloch, am Montag. Rückwirkend zum 1. Januar werde der Immobilien-Investment-Bereich der Dresdner Bank in den USA in die Eurohypo eingegliedert. Die bislang 43 Mitarbeiter sollen auf 65 aufgestockt werden. Die bei der Deutschen Bank und der Commerzbank in den USA vorhandenen Aktivitäten im Immobilien-Investmentbanking würden dagegen nicht übernommen.

Von der Deutschen Bank hat die Eurohypo den in London angesiedelten Bereich des Immobilien-Investmentbankings übernommen. Außerdem integriert die Spezialbank die bislang von der alten Eurohypo mit der Deutschen Bank gemeinsam betriebenen Immobiliencenter in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Der Schwerpunkt des Geschäftes werde dabei auf Aktivitäten liegen, die die alte Eurohypo wegen der Beschränkungen durch das deutsche Hypothekengesetz nicht selbst in die Bücher nehmen konnte, sagte Knobloch. Die neue EuroHypo unterliegt den Beschränkungen durch das Gesetz nicht, da sie über eine Gemischtbankenlizenz verfügt.

Verstärkt werde durch die Übernahme der Einheiten unter anderem das Geschäft der Eurohypo mit der Beratung bei Fusionen und Übernahmen bei Immobilienunternehmen. Auch bei der Strukturierung, der Vergabe von Krediten mit einem Konsortium (Syndizierung) oder der Verbriefung werde die Eurohypo künftig stärker aufgestellt sein. Darüber hinaus biete die Spezialbank ihren Kunden Finanzierungen durch nachrangige Darlehen (Mezzanine) an.

Für das USA-Geschäft habe die Eurohypo 156,13 Millionen Euro bezahlt. Für den Immobilien-Investmentbereich der Deutschen Bank mit seinen derzeit 14 Mitarbeitern habe der Kaufpreis bei 72,8 Millionen Euro und für die Immobiliencenter mit 200 Mitarbeitern bei 363,54 Millionen Euro gelegen. Die Eurohypo habe mit eigenen Aktien aus genehmigtem Kapital bezahlt, hieß es.

Die Übernahme der Geschäftsbereiche war im Rahmen der Fusion der drei Hypothekentöchter von Deutscher Bank, Dresdner Bank und Commerzbank zur neuen Eurohypo bereits geplant worden. Durch die Umsetzung verschieben sich die Beteiligungsverhältnisse an der Eurohypo etwas zu Gunsten der Deutschen Bank. Die Deutsche Bank ist nun mit 37,59 (vorher: 34,51) Prozent an der Eurohypo beteiligt, die Allianz-Gruppe mit 28,48 (28,66) Prozent und die Commerzbank mit 31,85 (34,57) Prozent. Der Anteil der freien Aktionäre liegt bei rund zwei Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%