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Einheitlich ins Minus

New Yorks wichtigsten Aktienindizes eröffnen am Freitag einheitlich in der Verlustzone. Vor allem der Öl- und Technologiesektor geben Punkte ab. Der Wall Street steht zudem ein volatiler Handelstag bevor. An den Terminbörsen werden heute die Optionen auf Aktien, Optionen und Futures auf Indizes gleichzeitig fällig.

Für Zuversicht auf eine baldige Zinssenkung sorgen neue Wirtschaftsdaten. Der Produzentenpreis stieg im Februar zwar um 0,1 Prozent und damit stärker als erwartet. Doch fiel die um die volatilen Bereiche der Lebensmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate stärker als erwartet um 0,3 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit über sieben Jahren. Im vergangenen Monat seien vor allem die Kosten für Autos, Computer und Papier zurückgegangen. Einige Anleger und Investoren hoffen nun sogar, dass Notenbankchef Alan Greenspan die Zinsen auf der nächsten US-Notenbanksitzung am kommenden Dienstag stärker senken könnte, als bisher erwartet.



Während die Wirtschaftsdaten die Laune der Anleger heben könnten, schlagen dem Dow Jones die Kursverluste bei IBM, General Electric und Home Depot auf die Stimmung. Den Nasdaq Index ziehen die Punktverluste bei Qualcomm, Cisco Systems und JDS Uniphase ins negative Terrain.



Oracle

gerät wegen enttäuschender Quartalsergebnisse und schlechter Analystenkommentare unter Druck . Auch Compaq Computer notiert mittlerweile in der Verlustzone. Nachdem die Anleger die Gewinnwarnung des Computerherstellers auch vorbörslich noch kalt gelassen hatte, trennen Investoren sich nun von einem Teil ihrer Aktien. Der Computerhersteller hat die Gewinnaussichten für das laufende Quartal von ursprünglich 21 Cents auf 12 bis 14 Cents pro Aktie reduziert. Nachdem Compaqs Konkurrenten Dell und Gateway bereits vor schlechten Quartalszahlen gewarnt hatten, überrascht die Nachricht die Investoren nicht mehr. Schlechte Nachrichten sind in diesem Fall bereits eingepreist.



Mit Aktienverkäufen reagieren die Anleger am Morgen auf die Gewinnwarnung von Computer Science. Der Service-Provider wird die Gewinnschätzungen für das vierte Quartal deutlich verfehlen. Das Unternehmen reduziert die Ertragsprognosen von 92 Cents pro Aktie auf 35 bis 37 Cents pro Aktie.



Ein Auge sollten Anleger dagegen auf Adobe haben. Der Hersteller von Grafik-Software konnte die Gewinnerwartungen im ersten Quartal um fünf Cents pro Aktie übertreffen. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 47 Millionen Dollar gesteigert werden. Obwohl Adobe die Umsatzerwartungen für das zweite Quartal reduziert, melden sich eine Reihe von Brokerhäuser positiv zu Wort. So korrigiert Credit Suisse First Boston die Erwartungen für Adobe nach oben. Adobe führt zur Stunde die Gewinnerliste des Nasdaq Index an.



Die Wachstumsinsel Europa droht den amerikanischen Technologieunternehmen wegzubrechen. Die Analysten von Credit Suisse First Boston hatten bereits am Mittwoch auf eine mögliche Nachfrageflaute in Europa aufmerksam gemacht. Die Warnungen von Europas großen Technologieunternehmen Siemens, Ericsson, Philips und Infineon hatten den Anlass gegeben. Nun bestätigen Oracles und Ciscos Umsatzprognosen für den europäischen Markt die Befürchtung.

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