Einheitlich niedrigere Gebühr gescheitert
E-Plus verlangt 25 Euro bei Rufnummer-Mitnahme

Der Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus wird für die Mitnahme einer Mobilfunk-Rufnummer rund 25 Euro verlangen und damit weit mehr als ursprünglich geplant. Die Konsultationen der vier etablierten Mobilfunk-Betreiber in den vergangenen Tagen über eine einheitliche niedrigere Gebühr sind somit offenbar gescheitert.

Reuters FRANKFURT. E-Plus werde vom 1. November an 24,95 Euro verlangen, wenn Kunden ihre bisherige E-Plus-Nummer zu einem anderen Anbieter mitnehmen wollen, teilte das zum niederländischen KPN-Konzern gehörende Unternehmen am Donnerstagabend mit. E-Plus sprach in seiner Mitteilung von einer "marktüblichen Portierungsgebühr" Allerdings hatte das Unternehmen zuvor gemeinsam mit dem Anbieter O2 Preise über 20 Euro als zu hoch kritisiert und versucht, die beiden marktführenden Anbieter T-Mobile und Vodafone zu einer einheitlichen Mitnahmegebühr von fünf bis zehn Euro zu bewegen. Sprecher der Unternehmen waren am Abend zunächst nicht zu erreichen.

T-Mobile hat bislang erklärt, rund 25 Euro bei einer Rufnummern-Mitnahme zu verlangen, D2 Vodafone will sogar 30 Euro kassieren. In dem weitgehend gesättigten deutschen Mobilfunkmarkt gilt die künftige Mitnahme der Rufnummer als Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass zahlreiche Kunden in der Vergangenheit allein deshalb bei ihrem bisherigen Anbieter geblieben sind, um nicht die Rufnummer wechseln zu müssen.

Das Potenzial der wechselwilligen Kunden wird in der Branche auf bis zu zehn Prozent der knapp 60 Millionen Mobilfunkkunden in Deutschland geschätzt. Da die großen Anbieter durch die mögliche Mitnahme der Rufnummer eher einen Kundenschwund befürchten müssen, fordern sie vergleichsweise hohe Wechselgebühren und begründen dies mit anfallenden Kosten.

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