Einige Aktionäre sprechen sich gegen die Verschmelzung aus
HP und Compaq bekräftigen ihre Fusionspläne

Der Aufsichtsrat von Hewlett-Packard Co, Palo Alto, wird mit Ausnahme von Walter B. Hewlett für die Fusion mit Compaq Computer Corp, Houston, stimmen. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, unterstützt das Gremium mit breiter Mehrheit die Politik ihrer CEO Carly Fiorina.

vwd/rtr PALO ALTO/NEW YORK. Der US-Computerkonzern Compaq Computers und Hewlett-Packard (HP) haben ihre Fusionspläne bekräftigt. "Aus Sicht von Compaq halten wir an der Fusion fest, weil die Fundamentaldaten unverändert bleiben", sagte Compaq-Sprecher Arch Currid in San Francisco. Hewlett-Packard teilte in New York mit, der Konzern halte ebenso an der geplanten Fusion fest und erwarte, dass die Aktionäre den Plänen zustimmen würden.

Einige Angehörige der Hewlett-Familie, die mehr als fünf Prozent der Aktien des Konzerns kontrollieren, hatten zuvor angekündigt, gegen die geplante Fusion zu stimmen. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge wollen HP-Director Walter Hewlett zusammen mit dem William und der William and Flora Hewlett Fondation gegen das Zusammengehen mit Compaq stimmen. Zusammen halte diese Gruppe einen Anteil von fünf Prozent an dem Konzern. Das "Wall Street Journal" berichtete weiter, dass David Packard die Position von Walter Hewlett unterstützt. Zusammen mit dem Packard Humanities Institute besitzt er 25 Millionen HP-Aktien. Die Familienmitglieder Walter Hewlett, Eleanor Hewlett Gimon und Mary Hewlett Jaffe, sind Kinder des Hewlett-Packard Mitgründers William Hewlett.

"Ich bin absolut sicher, dass Compaq nicht der richtige Partner für Hewlett-Packard ist", sagte Walter Hewlett der Nachrichtenagentur Reuters. "Angesichts der fehlenden Vorteile für die Aktionäre glaube ich, dass die umfangreichen Integrationsrisiken dieser Transation nicht eingegangen werden sollen." Er habe bisher noch nicht mit anderen Aktionären gesprochen, sagte Hewlett weiter. Eine Fusion würde das Geschäft von Hewlett-Packard im schwachen Markt für Personalcomputer erweitern, den Anteil am HP-Druckergeschäft aber verwässern.

Hewlett-Aktionärsgruppe lehnt Fusion ab

Die Hewlett-Aktionärsgruppe argumentierte, das Unternehmen könne allein einen höheren Wert für seine Aktionäre schaffen. Hewlett-Packard habe eine "starke Tradition bei Innovation und Produktentwicklung, ein hochprofitables Drucker- und Bildgeschäft, eine starke Basis, um die Outsourcing und Consulting-Dienstleistungen zu erweitern und eine motivierte Belegschaft." Die Unternehmensleitung und der Aufsichtsrat von Hewlett-Packard und Compaq stünden weiterhin hinter den Fusionsplänen, hieß es dagegen von der Hewlett-Packard Unternehmensleitung.



Die Unternehmen würden nach der geplanten Fusion nach eigenen Angaben zum weltgrößten Hersteller von Personalcomputern. Die Pläne für eine Übernahme von Compaq durch Hewlett-Packard im Volumen von insgesamt 24,87 Mrd. Dollar waren Anfang September bekannt gegeben worden. Die Hewlett-Packard-Aktie schloss an der Wall Street am Dienstag 17,29 % im Plus auf 19,81 Dollar. Compaq-Titel büßten dagegen 5,45 % auf 8,50 Dollar ein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%