Einige Rückkehrer seien möglich
Saudischer Prinz dementiert Kapital-Abzug

Der saudiarabische Prinz und Milliardär Walid bin Talal hat Berichte dementiert, wonach zahlreiche Landsleute derzeit ihr Kapital aus den USA abziehen. Er selbst behalte alle seine Investitionen in den USA und werde sogar seine Beteiligung an mehreren Unternehmen aufstocken, sagte Bin Talal am Donnerstag der britischen BBC.

vwd LONDON/RIAD. Er sei überrascht über einen Bericht der "Financial Times" gewesen, wonach saudi-arabische Geschäftsleute bis zu 200 Milliarden Dollar aus den USA abgezogen haben sollen, fügte der Neffe von König Fahd hinzu.

Nach seinen Informationen sei "nichts davon korrekt". Selbst wenn es einige Rückzieher gegeben habe, erreichten sie doch nicht die genannte Höhe. Nach Einschätzung von Experten könnten saudiarabische Investoren von einer Milliarden-Klage abgeschreckt worden sein, die mehr als 600 Angehörige von Opfern der Terroranschläge vom 11. September gegen mutmaßliche Geldgeber des El-Kaida-Netzwerks wegen Beihilfe einreichten.

Neben El-Kaida-Führer Osama bin Laden, mehreren islamischen Wohlfahrtsorganisationen und Banken der Golfregion listet die vergangene Woche vorgelegte Klageschrift Sudan sowie drei Mitglieder der saudischen Königsfamilie auf. Offenbar fürchten die Geschäftsleute, dass ihr Vermögen in den USA eingefroren werden könnte.

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