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Einigung bei Daimlerchrysler - Sparpaket mit Beschäftigungssicherung

(dpa-AFX) Stuttgart - Vorstand und Betriebsrat des Autokonzerns Daimlerchrysler < DCX.ETR > haben sich nach tagelangen Ringen auf ein 500 Millionen Euro schweres Sparpaket geeinigt. Dafür werden im Gegenzug die Arbeitsplätze im Konzern bis zum Jahr 2012 gesichert, teilten beide Seiten am Freitag in Stuttgart mit. Konzernchef Jürgen Schrempp sagte, die Einigung habe Modellcharakter für den Standort Deutschland.

(dpa-AFX) Stuttgart - Vorstand und Betriebsrat des Autokonzerns Daimlerchrysler < DCX.ETR > haben sich nach tagelangen Ringen auf ein 500 Millionen Euro schweres Sparpaket geeinigt. Dafür werden im Gegenzug die Arbeitsplätze im Konzern bis zum Jahr 2012 gesichert, teilten beide Seiten am Freitag in Stuttgart mit. Konzernchef Jürgen Schrempp sagte, die Einigung habe Modellcharakter für den Standort Deutschland.

Schrempp kündigte an, dass auch die leitenden Angestellten eine Beitrag zum Sparpaket leisten würden. Zudem werden die Bezüge des Gesamtvorstands um zehn Prozent gekürzt. Der Konzernvorstand hatte 2003 insgesamt 40,8 Millionen Euro verdient. Die Aktie legte in den ersten Handelsminuten deutlich zu und gehörte zu den stärksten Gewinnern im DAX < DAX.ETR > .

BR-Chef: Keine Gravierenden Eingriffe IN Flächentarifvertrag

Betriebsratschef Erich Klemm sagte, er sei stolz auf dieses Ergebnis ohne gravierende Eingriffe in den Flächentarifvertrag. Ein Kündigungsausschluss von sieben Jahren sei bundesweit einmalig. Mercedes-Chef Jürgen Hubbert sagte, das Ergebnis sei in Summe erfreulich. Er entschuldigte sich "bei denen, die nicht betroffen sind, aber sich getroffen fühlten", für den von ihm genutzten Begriff der "baden-württembergischen Krankheit", insbesondere bei der baden- württembergischen Landesregierung, die einen guten Job mache.

Nach stundenlangen Ringen hatten sich beide Seiten am frühen Freitagmorgen auf den "Pakt für Beschäftigung" geeinigt. Dazu gehöre der Verzicht auf Lohnzuwächse von rund 2,7 Prozent ab 2006. Zudem umfasst er unter anderem eine Reduzierung baden-württembergischer Tarifregelungen wie die so genannte "Streinkühler-Pause", eine neue Positionierung der Entgeltstrukturen bei der Umsetzung des Entgeltrahmentarifvertrages ERA ab 2007, eine geringere Vergütung für Dienstleister wie das Kantinenpersonal und die 40-Sunden-Woche in den Entwicklungs- und Planungsbereichen.

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