Einigung der Banken
Fiat erhält milliardenschwere Finanzspritze

Der angeschlagene Fiat-Konzern erhält eine Finanzspritze in Milliardenhöhe. Drei italienische Banken sagten dem Unternehmen eine Kapitalerhöhung von bis zu drei Milliarden Euro in den nächsten drei Jahren zu und erklärten sich bereit, 51 Prozent an dem Finanzdienstleister von Fiat Auto übernehmen, wie die Institute Banca di Roma, IntesaBCI und SanPaolo IMI sowie Fiat am späten Dienstagabend erklärten.

WiWo/ap TURIN. Die Garantie einer Kapitalerhöhung erfolge in Form eines Darlehens, das Fiat sofort zur Verfügung gestellt werde, hieß es in der Mitteilung. Fiat will damit vor allem seine Schulden von derzeit 6,6 Milliarden Euro auf drei Milliarden Euro bis zum Jahresende verringern.

Zuvor hatte der stellvertretende Vorsitzende von Fiat, Umberto Agnelli, nicht ausgeschlossen, dass die verlustreiche Autosparte künftig nicht mehr Teil des Konzerns sein könnte. Dies war das erste Mal, dass ein Mitglied der Agnelli-Familie eine derartige Möglichkeit ansprach.

Als Teil seines Restrukturierungsplanes hatte der Fiat-Konzern erst kürzlich angekündigt, 2887 Stellen zu streichen. Die Autosparte ist mit 2.442 Jobs am meisten betroffen. Fiat beschäftigt weltweit 198 000 Menschen, 100 000 davon in Italien.

Das Unternehmen hatte im ersten Quartal einen Verlust beim Betriebsergebnis von 299 Millionen Euro eingefahren, nach einem Gewinn von 125 Millionen Euro im Vorjahr. Das Betriebsergebnis von Fiat Auto lag mit 429 Millionen Euro im Minus. Der Umsatz des Bereichs sank um 11,2 Prozent auf 5,993 Milliarden Euro. Der Absatz verringerte sich um 14,9 Prozent auf 518 000 Einheiten.

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